Ahlhorn - 37 Schülerinnen und Schüler sind am Freitagnachmittag am Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium (DBG) in Ahlhorn verabschiedet worden. 35 haben das Abitur in der Tasche, zwei den schulischen Teil der Fachhochschulreife. Schüler, Lehrer, Eltern und Gäste trafen sich dazu in der Mensa des Schulzentrums. Nach einigen Reden und Musik von Schülerinnen und Lehrern gingen die Abiturienten gruppenweise zur Bühne, um dort von Direktor Florian Schön, Oberstufenkoordinator Hendrik van Duijn und dem jeweiligen Tutor die Glückwünsche entgegenzunehmen. Zum Zeugnis erhielt jeder Absolvent eine Rose. Das beste Abitur legten Yannik Wolters (Note 1,4) aus Sage, Alma Janßen (1,5) aus Ahlhorn und Paula Gollnick (1,6) aus Döhlen ab. Sie wurden dafür extra ausgezeichnet. Nach dem offiziellen Teil gab es einen Sektempfang. Am Abend wurde der Abiball im Landhaus Otte in Sage-Haast gefeiert.
Pandemie prägte
Der Schulleiter bescheinigte den Absolventen eine große Leistung, weil ihre gesamte Oberstufenzeit von den Widrigkeiten der Corona-Pandemie geprägt gewesen sei. Die Schülerinnen und Schüler, aber auch alle Lehrer und Eltern hätten große Herausforderungen meistern müssen. „Auch deshalb ist dieser Tag ein Tag der Freude, des Stolzes und der Erleichterung“, so Schön. Gemäß dem Motto des Jahrgangs „Abi heute – Käpt’n morgen“ sagte der Schulleiter: „Erobert euch die Welt da draußen“ und zitierte schließlich Dietrich Bonhoeffer: „Den größten Fehler, den man im Leben machen kann, ist, immer Angst zu haben, einen Fehler zu machen.“
Im Namen des Schulträgers gratulierte der stellvertretende Landrat Hajo Suhr. Vieles im Leben sei planbar, aber nicht alles. Deshalb empfahl er den Abiturienten: „Bleibt flexibel im Leben.“ Corona habe auch das Schulleben verändert. Durch Lernen mit Maske und Homeschooling hätten die Abiturienten bereits ihre Flexibilität unter Beweis gestellt. Auch wenn die Schulzeit zu Ende sei, das Lernen sei es nicht. Klimawandel, Energiekrise, Artensterben und soziale Ungerechtigkeiten seien große Herausforderungen. „Suchen sie nach Lösungen, seien sie kreativ und innovativ“, sagte Suhr.
Partys ausgefallen
Lehrervertreter Niko Goll schaute auf den schwierigen persönlichen und schulischen Weg der jungen Leute zum Abitur zurück. Viele hätten den besonderen 16. und 18. Geburtstag wegen der Corona-Pandemie nicht feiern können. Viele Partys und Feste seien ausgefallen. Und die schulische Vorbereitung zum Abitur sei auch nicht so gewesen, wie man es normalerweise erwarten könne. Er lobte die Abiturienten, weil sie dem beschleunigten Tempo der Digitalisierung in der Schule beeindruckend standgehalten hätten.
Jahrgangssprecher Alexander Kunze bemühte die Aphoristikerin Vera Simon: „Zukunft bedeutet, viele Möglichkeiten haben. Und deshalb ist die Zukunft der Raum unserer Freiheit.“ Mit der Kompetenz des Abiturs würden die DBG-Absolventen nun ihre Freiheit gestalten. Doch der Schlüssel für ein erfolgreiches Leben sei nicht, ob jemand den Hauptschul- oder Realschulabschluss oder das Abitur geschafft habe. Wichtig sei die jeweilige Persönlichkeit.
Die Absolventen: Jannik Beek (Kirchhatten), Lene Böckmann (Großenkneten), Jonas Böttcher (Wardenburg), Thu Huong Bui (Ahlhorn), Viet Duc Bui (Ahlhorn), Wibke Dierks (Huntlosen), Lea Fabian (Großenkneten), Ines Gellert (Ahlhorn), Paula Gollnick (Döhlen), Alma Janßen (Ahlhorn), Taina Karau (Wardenburg), Mailo Kirmes (Großenkneten), Céline Knopp (Streekermoor), Paul Kues (Großenkneten), Alexander Kunze (Hundsmühlen), Lina Langenberg (Streekermoor), Nina Löschen (Ahlhorn), Thorge Meichsner (Wardenburg), Matteo Oekermann (Hatten), Jelle Okhuijzen (Hatten), Bjarne Radvan (Sandhatten), Marvin Schärfchen (Kirchhatten), Larissa Schmidt (Großenkneten), Eske Schwarting (Hatten), Frederik Stöhr (Sandkrug), Joachim Thees (Wardenburg), Lea Uffelmann (Sage), Ole von der Heide (Sage), Jannik von Nethen (Achternholt), Marie Weber (Westerburg), Johannes Wichmann Wardenburg), Kaja Wiese (Kirchhatten), Simon Wilmsmann (Wardenburg), Emily Wohlers (Sage), Yannik Wohlers (Sage), Bjarne Zirks (Döhlen), Finn Zirks (Döhlen)
Alle 37 Schülerinnen und Schüler verlassen das DBG erfolgreich mit dem Abitur oder dem schulischen Teil der Fachhochschulreife.
Einzelnoten: Zehn Abiturienten habe eine „1“ vor dem Komma, 20 Abiturienten eine „2“ und fünf Abiturienten eine „3“
