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Dietrich-Bonhoeffer-Klinik in Ahlhorn Umzug der Suchtklinik nach Oldenburg unklar – Finanzierung nicht gesichert

Die Dietrich-Bonhoeffer-Klinik der Diakonie für Suchtkranke.

Die Dietrich-Bonhoeffer-Klinik der Diakonie für Suchtkranke.

Christoph Koopmeiners

Ahlhorn/Oldenburg - Bis zum Wechsel in den Ruhestand Ende dieses Jahres wollte Diakonie-Vorstand Thomas Feld das Projekt Suchtklinik Ahlhorn eigentlich unter Dach und Fach gebracht haben. Doch daraus wird nichts. Die Schließung der Dietrich-Bonhoeffer-Klinik in Ahlhorn und der Umzug in einen Neubau nach Oldenburg steht in den Sternen. „Die Standortfrage für die Dietrich-Bonhoeffer-Klinik ist nicht abschließend entschieden“, teilt die Pressesprecherin des Diakonischen Werkes im Oldenburger Land, Kerstin Kempermann, auf Anfrage unserer Redaktion mit. Die Gespräche mit Kostenträgern auch über mögliche Standorte dauerten an. „Wir können zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht absehen, wann diese Gespräche zu einem abschließenden Ende kommen“, so Kempermann. Der neue Vorstand der Diakonie werde dieses Thema weiterverfolgen.

Klinik für junge Leute

Die Dietrich-Bonhoeffer-Klinik ist eine Fachklinik zur medizinischen Rehabilitation junger Leute zwischen 14 und 25 Jahren. Aus ganz Deutschland kommen sie zur Therapie ihrer Drogen-, Alkohol- oder Medikamentensucht nach Ahlhorn. Die Aufenthaltsdauer beträgt laut Feld durchschnittlich sechs bis acht Monate. Die 48 Plätze seien in der Regel alle belegt. Die Klinik zeichnet sich durch ein besonderes Behandlungsangebot für sogenannte Doppeldiagnosen (Sucht/Psychose) aus. Seit April 2019 wird die Klinik von Chefärztin Dr. Angela Wenzel geleitet, einer Fachärztin für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie. In der Bonhoeffer-Klinik arbeiten 40 bis 50 Beschäftigte.

Sanierungsstau

Dass der Standort Ahlhorn aufgegeben werden soll, hängt nach Darstellung von Feld auch mit einem erheblichen Sanierungsstau und der Gebäudestruktur zusammen. Es sei errechnet worden, dass die Sanierung der Gebäude fünf Millionen Euro kosten würde. Diese Summe sei nicht mehr weit weg von einem Neubau. Deshalb sei die Standortfrage ins Spiel gekommen. In Oldenburg suche die Diakonie die Nähe zu ähnlichen Einrichtungen. In Kreyenbrück befindet sich bereits die Fachklinik Weser-Ems für legale und illegale Drogenabhängige, die ebenfalls in Trägerschaft der Diakonie ist. Unweit entfernt sind auch das Klinikum Oldenburg, die Kinderklinik sowie die Kinder- und Jugendpsychiatrie. Deshalb sucht die Diakonie dort ein Grundstück. Den Neubau muss die Diakonie aber selbst finanzieren. Zuschüsse wie sie Krankenhäuser vom Land erhalten, gibt es nicht. Die Investition muss sich in höheren Tagesätzen der Klienten widerspiegeln. Darüber wird mit den Kostenträgern, also Rentenversicherungen und Krankenkassen, verhandelt.

Die Gebäude

Der Umzug von Ahlhorn nach Oldenburg soll möglichst 2027/2028 über die Bühne gehen, so Feld. Zum Klinik-Komplex an der Dr.-Eckener-Straße gehören ein Verwaltungsgebäude, ein Wohn- und Therapiezentrum, ein Küchengebäude mit Besprechungsräumen und eine Sporthalle.

Christoph Koopmeiners Redaktion Cloppenburg
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