Dötlingen - Mit Senioren einkaufen gehen, ihnen im Haushalt oder im Garten helfen, sie zum Arzt zu begleiten: Die Ehrenamtlichen des Dötlinger Vereins „Wi helpt di“ haben zu ihren Klienten häufig persönlichen Kontakt – für gewöhnlich. Die Corona-Krise hat den persönlichen Treffen allerdings einen Riegel vorgeschoben. Wie es nun nach den Lockerungen aussieht, berichtet Ina Schäfer, die stellvertretend für die Gemeinde Dötlingen im Vorstand des Vereins aktiv ist.
Telefonischer Kontakt
Aufgrund der Corona-Krise musste der Dötlinger Verein Wi helpt di bis auf Weiteres alle Veranstaltungen in 2020 absagen. Dazu zählen die „Nachbarschaft am Sonntag“ sowie die Infoveranstaltungen am 30. September (Patientenverfügung) und 28. Oktober (Wi helpt di – vor Ort, Sozialpsychiatrischer Dienst).
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Mit Beginn des Lockdowns im März wurden die ehrenamtlichen Helfer „zurückgepfiffen. Es konnte nur noch telefonischen Kontakt geben“, so Schäfer. Seit Juni hat sich dies im Zuge der Lockerungen geändert: „Wenn der Abstand eingehalten werden kann, dann sind persönliche Kontakte wieder möglich.“ Von derzeit 20 aktiven Klienten – insgesamt sind es 37 – würden elf den persönlichen Kontakt zurzeit in Anspruch nehmen. „Die Älteren wollen gerne wieder unterwegs sein“, weiß Schäfer. „Es kam dazu die Nachfrage der Ehrenamtlichen, ob sie beim Einkaufen helfen dürfen.“ Sie dürfen – allerdings nicht in der bekannten Form. Die Helfer lassen sich die Einkaufslisten geben und erledigen die Besorgungen allein. „Im Auto lässt sich nicht ausreichend Abstand einhalten.“
Die übrigen aktiven Klienten beschränken sich weiterhin auf telefonischen Kontakt. Dabei reiche ihnen das lockere Gespräch, „man schnackt eine Runde, fragt, wie’s geht. Es geht einfach darum, in Kontakt zu bleiben, und wenn’s nur für zehn Minuten ist.“ Wenn es einem Klienten schlecht gehe, könnten beispielsweise die Angehörigen kontaktiert werden.
Weitere Helfer gesucht
Trotz der Kompromisse, die „Wi helpt di“ wegen der Corona-Krise macht, arbeitet der Verein zurzeit daran, die Begleit-Angebote wieder vollständig anbieten zu können. Veranstaltungen können hingegen noch nicht wieder ausgerichtet werden, gibt Schäfer einen Ausblick. Immerhin die Vorstandssitzung konnte jüngst wieder ausgerichtet werden.
„Wir wollen wieder Gas geben“, sagt Schäfer. Ansonsten werde es schwierig, den Verein am Leben zu halten. Dazu sind weitere Helfer willkommen. Die Klienten kommen zwar aus der Gemeinde Dötlingen, die Ehrenamtlichen hingegen sind nicht ortsgebunden und können auch beispielsweise aus Wildeshausen kommen. Derzeit gibt es 30 Helfer, davon sind 17 aktiv. Wer Interesse hat, meldet sich bei Ina Schäfer:
