Dötlingen - Auf eine Sache legt Arno Kollmann Wert: „Keines meiner Fotos ist mit Photoshop bearbeitet“, betont der Kirchhatter. Dabei könnte man auf den ersten Blick meinen, dass einige seiner Werke mithilfe des Computerprogramms entstanden sind. Am Mittwoch hat er zusammen mit seiner Frau Gertje Kollmann die Bilder aufgehängt, um die neue Ausstellung in der Galerie.4 in Dötlingen vorzubereiten.
Neue Werke zu sehen
Das Paar ist Teil des zehnköpfigen Teams der Produzentengalerie, das im Heuerhaus am Rittrumer Kirchweg 4 regelmäßig verschiedene Werke präsentiert. Es wird die vierte und in diesem Jahr letzte Ausstellung sein, die am kommenden Sonntag eröffnet wird. Während die Kollmanns in dem rot gestrichenen Raum bleiben, präsentieren die weiteren Künstlerinnen und Künstler der Produzentengalerie ihre neuen Werke zum Teil in anderen Räumen – sie rotieren quasi innerhalb der Galerie. Farbenfrohe, großformatige Bilder wird es zu sehen geben, Skulpturen und Keramik.
Zurück zu den Fotos: „Tanz der Stühle“ zeigt einen Cellospieler, umgeben von Stühlen, die zu schweben scheinen. „Tatsächlich hat es so ausgesehen“, ergänzt Gertje Kollmann. Die Möbelstücke hingen an Nylonfäden. Auf einem weiteren Foto sind Bäume zu sehen, ungewöhnlich stark sind die Kontraste, auffallend sind die weißen Reflexpunkte. „Ich habe drei Aufnahmen aufeinandergelegt, wie ein Sandwich: normal belichtet, unter- und überbelichtet“, erklärt Arno Kollmann den Vorgang.
Alle Fotos sind schwarz-weiß. Eine größere Herausforderung im Vergleich zu Farbfotos sei dies nicht, „eher eine andere“, sagt er.
Mit Tusche gemalt
Auf Schwarz-Weiß-Werke konzentriert sich dieses Mal auch Gertje Kollmann – und hat dafür ins Archiv gegriffen. „Sonst habe ich immer mit Farbe geklotzt“, sagt sie. Die Schwarz-Weiß-Bilder würden zudem gut in den Raum passen. Bis zu zwölf Aktmalereien wird sie zeigen. Männer und Frauen, die sie zum Teil vor zehn Jahren mit schwarzer Tusche gemalt hat. Mal etwas detaillierter, mal nur in grober Silhouette zu erahnen. Zu Motoröl habe sie bei einigen Bildern auch gegriffen – es würde so eine schöne goldene Farbe ergeben, sagt Kollmann mit einem Schmunzeln.
Die Vernissage beginnt am Sonntag, 31. Oktober, um 11.30 Uhr. Mehrere Künstlerinnen und Künstler der Produzentengalerie werden anwesend sein. Coronabedingt gilt die 3G-Regel: geimpft, genesen, getestet. Die Ausstellung ist bis 23. Dezember zu sehen. Die Galerie öffnet ab November mittwochs bis samstags von 15 bis 17.30 Uhr sowie sonntags von 11 bis 17.30 Uhr. Mehr Informationen gibt es online unter
