Dötlingen/Sandkrug - Ein Schreiben der Gemeinde Dötlingen an die Erziehungsberechtigten der Viertklässler in den Dötlinger Grundschulen stößt bei einigen Eltern erneut auf Widerstand: Darin schreibt Bürgermeister Ralf Spille, dass die Waldschule Hatten in Sandkrug weiterhin an ihrer Kapazitätsgrenze angelangt ist, sodass eine Aufnahme von Schülerinnen und Schülern aus der Gemeinde Dötlingen voraussichtlich nicht möglich sein wird. Er verwies auf die weiteren Oberschulen im Landkreis Oldenburg. Die Eltern seien „tief enttäuscht von dem Vorgehen der Gemeinde“, teilte daraufhin Bianca Meyer, Sprecherin der Elterninitiative, mit. „Anstatt mit der Gemeinde Hatten Lösungen zu erarbeiten, werden die Kinder und ihre Eltern vor scheinbar vollendete Tatsachen gesetzt.“ Der Bürgermeister der Gemeinde Hatten, Christian Pundt, informierte zudem, dass das Schreiben mit der Gemeinde nicht abgestimmt worden sei. Über die „Anzahl möglicher Aufnahmen“ werde Hatten zu einem späteren Zeitpunkt informieren.

Im Frühjahr hatte der Schulträger der Waldschule in Sandkrug, die Gemeinde Hatten, von Dötlinger Seite eine Kostenbeteiligung gefordert: 677,45 Euro jährlich pro Schüler. Hintergrund: Die Zahl der Dötlinger Schüler an der Oberschule steigt. Die Gemeinde Dötlingen sah jedoch, auch angesichts der bekannten Platzprobleme an der Waldschule, keine Notwendigkeit und lehnte den Vorschlag ab. Das stieß wiederum mehreren Eltern sauer auf, die daraufhin eine Initiative gründeten.

Im Sommer die Nachricht: Es gibt zwischen den Gemeinden eine Einigung, Dötlinger Kinder können – vorausgesetzt, der Platz ist da – weiterhin zur Waldschule wechseln. Die Elterninitiative dazu: „Seinerzeit wurde eine kreisweite Lösung für den Bereich der Oberschulen angestrebt, die bis heute aber nicht vorliegt.“ Dass an der Lösung aber nach wie vor gearbeitet werde, teilte Spille am Donnerstag mit. Mit Wildeshausen und Harpstedt sei bereits gesprochen worden, als nächstes würden Hatten und die Landesschulbehörde folgen. Zu gegebener Zeit würden die Ergebnisse im Ausschuss präsentiert, „dann muss die Politik gucken, wie sie damit umgeht“.

Verena Sieling
Verena Sieling Redaktion Wildeshausen