Wildeshausen - Sie haben das „Licht der Hoffnung und Menschlichkeit“ mit einem alten Unimog nach Wildeshausen gebracht: Die drei Rot-Kreuzler Daniel Büsing, Frank Dönselmann und Enrico Karges aus der Wesermarsch übergaben im Rahmen des „Fackellaufes nach Solferino“ die Fackel an ihre Kollegen des DRK-Ortsvereins Wildeshausen-Dötlingen.
Zusammen mit dem hiesigen Vorsitzenden Michael Haake, DRK-Vorständin Grazina Urmonas und Wildeshausens stellvertretender Bürgermeisterin Majken Hjortskov nahmen die Ehrenamtlichen die Fackel am Dienstagabend entgegen. Vom Startpunkt in Berlin wird die Fackel derzeit durch die 170 DRK-Verbände in Deutschland gereicht, um dann schließlich wieder von Berlin aus nach Solferino in Italien geschickt zu werden. Dort soll sie am 24. Juni eintreffen.
Historische Einordnung
Der historische Hintergrund führt zurück zum 24. Juni 1859: Im Sardinischen Krieg zwischen dem Kaisertum Österreich und dem Königreich Sardinien fand die Entscheidungsschlacht in Solferino statt. Der Schweizer Henry Dunant wurde auf einer Geschäftsreise mit den Konsequenzen der Schlacht konfrontiert – sie gilt als eine der blutigsten der Weltgeschichte. Sein Buch „Eine Erinnerung an Solferino“ führte schließlich zur Gründung des Roten Kreuzes.
In den Tagen nach dem Gemetzel wurde die etwa acht Kilometer entfernte Stadt Castiglione delle Stiviere zum Mittelpunkt der Hilfeleistungen für die Verwundeten. Zur Erinnerung an die Hilfe im Zuge der Menschlichkeit veranstaltete das Italienische Rote Kreuz 1992 erstmals einen Fackelzug von Solferino nach Castiglione delle Stiviere. Mittlerweile nehmen Rotkreuzler von überall daran teil – eben auch aus Deutschland.
Weiter nach Cuxhaven
Im Stil der 1980er-Jahre hatten die DRK-Mitglieder aus dem Oldenburger Land einen Oldtimer dekoriert. „Ich selbst trage eine Dienstbekleidung aus dieser Zeit. Damit das ,Licht der Hoffnung und Menschlichkeit’ am 24. Juni im italienischen Solferino ankommt, bringen wir die Fackel mit dem Oldtimer zum nächsten Kreisverband in den Landkreis Cuxhaven. Von dort wird das Licht weitergetragen“, beschrieb Haake das weitere Vorgehen.
Dazu wünschte Bürgermeister-Stellvertreterin Hjortskov, dass der Gedanke von Zusammenhalt und Frieden sowie dem Miteinander von vielen Menschen weiter getragen werde – so wie es seit über 30 Jahren mit dem symbolischen Fackelzug getan werde.
