DüNSEN - Nach dem Vorbild der sieben Mitgliedergemeinden der Samtgemeinde Harpstedt beschlossen die Dünsener Ratsmitglieder bei der jüngsten Sitzung, dass der Gewerbesteuersatz von 280 auf 380 Punkte erhöht wird. Wie bereits berichtet, entfällt mit der neuen Unternehmenssteuerreform für viele Gewerbesteuerzahler die „stille Subventionierung“, so dass der Hebesatz angehoben werden kann, ohne dass eine Belastung für die Unternehmen zu erwarten sei.
Samtgemeindekämmerer Ingo Fichter erklärte die Einzelheiten am Montagabend im Landhotel „Rogge“ bei der öffentlichen Ratssitzung. Hiltrud Wessel (Wählergemeinschaft) stellte den Antrag, dass die Steuer zunächst um 50 Punkte angehoben werde, „um zu sehen wie die Unternehmen reagieren und welche Entwicklung stattfindet“. Über eine weitere Erhöhung könne im nächsten Jahr diskutiert werden, so Wessel.
Mit sieben Ja-Stimmen, drei Nein-Stimmen und einer Enthaltung wurde der Vorschlag des Kämmerers, den Hebesatz auf 380 Punkte zu erhöhen, angenommen. „Dem Einzelnen wird es vielleicht weh tun, aber wenn wir den Schritt nicht mitgehen, wird es der Gemeinde richtig weh tun“, sagte Fichter und verwies auf die restlichen Mitglieder der Samtgemeinde, die nun mit Dünsen alle auf 380 Punkte erhöht haben.
Auf der Sitzung verabschiedete der Dünsener Gemeinderat auch den Haushalt 2008 mit einem Gesamtvolumen von 795 100 Euro. Der Verwaltungshaushalt ist mit 587 900 Euro um 35 400 Euro gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Der Vermögenshaushalt beläuft sich auf 207 200 Euro (2007: 204 700). Die Unterhaltung der Gemeindestraßen ist mit 20 000 Euro veranschlagt – 15 000 Euro weniger als im vergangenem Jahr.
Bürgermeister Hartmut Post bestätigte, dass die Gemeinde bei der Erneuerung des Daches der Dünsener Grundschule für 60 000 Euro aufkommen werde. Ebenfalls aus dem Vermögenshaushalt sind 35 000 Euro für die Wartung von Bushaltestellen in der Gemeinde eingeplant. Hierfür wurde ein Zuschuss beim Verkehrverbund beantragt, sagte Post. Auch alle Dünsener Vereine wurden im Haushaltsplan bedacht.
Neu ist die Bezuschussung des kürzlich gegründeten Fördervereins der Grundschule Dünsen mit 500 Euro aus dem Vermögens- und 200 Euro aus dem Verwaltungshaushalt. Aus diesem sind ferner 17 000 Euro für die Buslinie 226 (Strecke Wildeshausen – Bremen) geplant, die jährlich 180 000 Euro „Miese“ einfährt. Der Landkreis beteilige sich mit 100 000 Euro.
