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Offene E-Ladestation in Neerstedt So wird das Angebot angenommen

Hier wird unter anderem das Bürgerauto geladen: die E-Ladestation am Rathaus in Neerstedt

Hier wird unter anderem das Bürgerauto geladen: die E-Ladestation am Rathaus in Neerstedt

Verena Sieling

Neerstedt - Seit Mitte März ist eine der zwei Wallboxen am Rathaus der Gemeinde Dötlingen in Neerstedt für alle E-Autofahrerinnen und -fahrer freigegeben. Die Stromkosten zahlt die Gemeinde. Diese Testphase basiert auf einem Antrag der CDU-Fraktion. Rund 19 Wochen ist die Öffnung nun her, bis 30. September gibt es noch die Möglichkeit, das eigene E-Fahrzeug dort zu laden – wie fällt die Zwischenbilanz aus?

Nachfrage vorhanden

„Im Allgemeinen lässt sich sagen, dass die Nachfrage durchaus vorhanden ist“, teilt Bürgermeisterin Antje Oltmanns mit. Da der jeweilige Ladevorgang nicht erfasst werde, könnten keine Angaben über Dauer und Häufigkeit der Ladevorgänge gemacht werden. „Über den zusätzlichen Gesamtstromverbrauch lassen sich nur Annahmen aufstellen.“

Im Carport ist die linke Wallbox als „Bürgersäule“ gekennzeichnet. „Diese Wallbox ist zeitlich komplett freigegeben, so dass jederzeit geladen werden kann – 24 Stunden, sieben Tage“, so Antje Oltmanns. „Wenn das E-Auto Renault Zoe der Gemeinde unter dem Carport geladen wird, kann zu diesem Zeitpunkt kein anderer laden.“ Ende 2018 hatte die Gemeinde das Bürger-E-Auto angeschafft. In dem Zuge wurden die zwei Wallboxen mit jeweils elf kW-Ladeleistung installiert – die Ladedauer sei einigen E-Autofahrern aber zu lang. Sie hätten angemerkt, dass die Leistung zu gering sei, berichtet die Bürgermeisterin.

Durchschnittsverbrauch

Der durchschnittliche monatliche Verbrauch könne mit circa 100 Kilowattstunden (kWh) angegeben werden, erklärt Oltmanns weiter. „Der monatliche Verbrauch ist in etwa um 300 kWh gestiegen. Bei einem durchschnittlich angenommenen Ladevorgang von 30 kWh könnten monatlich circa zehn Ladevorgänge durchgeführt worden sein. Das deckt sich auch in etwa mit den eigenen Beobachtungen der Gemeindeverwaltung.“

Ob die E-Ladestation nach der Testphase weiterhin für die Allgemeinheit geöffnet bleibt, solle im Herbst im Verwaltungsausschuss beraten werden. Eine Anmeldung in der Gemeindeverwaltung beziehungsweise im Rathaus sei nicht vorgesehen.

4365 Pkw in Gemeinde

Nach Angaben des Straßenverkehrsamtes des Landkreises Oldenburg haben von 136 069 zugelassenen Fahrzeugen im Kreis 1310 einen reinen Elektro- und 2469 einen Hybridantrieb (Stand: 1. Juli). Eine Statistik nach Gemeinden aufgeschlüsselt führt das Amt nicht. Nach Angaben des Kraftfahrt-Bundesamts waren zum 1. Januar insgesamt 4365 Pkw in der Gemeinde Dötlingen angemeldet.

Verena Sieling
Verena Sieling Redaktion Wildeshausen
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