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Raiffeisen-Tankstellen im Landkreis Oldenburg Hier sind E-Autos von Tesla in der Waschanlage verboten

Raiffeisen-Tankstelle an der Ahlhorner Straße in Wildeshausen.

Raiffeisen-Tankstelle an der Ahlhorner Straße in Wildeshausen.

Sarom Siebenhaar

Wildeshausen/Landkreis - Offene Ladeklappen und eine offene Heckklappe sorgten an Tankstellen im Landkreis Oldenburg für Ärger. Alle Vorfälle haben eines gemein: Es handelte sich um Elektroautos der Marke Tesla, die an Tankstellen der Raiffeisen Hatten-Huntlosen eG eine Autowäsche durchlaufen haben. Als Konsequenz bekommen Tesla-Fahrzeuge dort nun keine Autowäsche mehr.

„Wir haben uns dafür entschieden, dass Autos der Marke Tesla vorerst nicht mehr in unseren Waschanlagen gewaschen werden“, sagte Wilfried Knipper, Geschäftsführer von Raiffeisen Hatten-Huntlosen, auf Nachfrage unserer Redaktion.

Unter anderem wegen der angespannten Personalsituation habe man sich für diesen Schritt entschieden. „Der Arbeitsaufwand der Beschwerden wird dann zu groß“, sagt er. Teilweise sei zum Beispiel eine Vorwäsche nicht möglich, da es an Personal fehlt. Darüber hinaus wolle man kein Risiko eingehen. „Ich habe nichts gegen E-Mobilität“, betont er. „Durch dieses vorläufige Verbot wollen wir dem Ärger und den eventuellen Schadensersatzklagen zuvorkommen.“

Sensorik

In kürzester Zeit habe es mehrere Vorfälle gegeben, bei denen während der Autowäsche die mit Tankdeckel vergleichbaren Ladeklappen und in einem Fall sogar die Heckklappe aufgesprungen seien. Die Fahrzeuge müssen von den Besitzern vor der Autowäsche üblicherweise abgeschlossen werden, damit solche Dinge nicht passieren. Alle Fahrzeughalter hätten im Nachgang der Vorfälle behauptet, dies getan zu haben. Daher vermutet Knipper, dass es an der sensiblen Sensorik der Tesla-Modelle liegen könnte.

Da die Tesla-Fahrzeuge viel Technik und Automatisierungen installiert haben, gibt es viel zu beachten. Je nach Modell und Waschanlage müssen die Tesla-Besitzer für eine reibungslose Autowäsche andere Schritte einleiten. Um diesen Prozess zu vereinfachen, hat Tesla einen sogenannte „Waschanlagen-Modus“ für neuere Modelle entwickelt.

In diesem Modus werden alle Fenster geschlossen, die Ladeklappe verriegelt sowie Scheibenwischer, Wächter-Funktion, automatische Tür-Verriegelung und akustische Warnungen der Park-Sensoren deaktiviert. Allerdings ist dieser Modus nur für Model 3 und Model Y verfügbar, bei Model S und Model X muss die Prozedur manuell durchgeführt werden.

Kein Dauerzustand

„Mit anderen E-Autos hatten wir nie Probleme“, sagt Knipper. „Darum bekommen Elektroautos anderer Marken bei uns nach wie vor eine Autowäsche. Nur Tesla ist erst mal davon ausgeschlossen“. Allerdings müsse dies kein Dauerzustand sein. „Ich habe ja nichts gegen E-Autos und auch nicht gegen Tesla. Wir warten ab, was passiert und ob sich da noch was ändert.“

Sarom Siebenhaar
Sarom Siebenhaar Redaktion Jever
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