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E-Biker-Fahrer aus Wildeshausen Karl-Heinz Haarbauer radelt 40.075 Kilometer – Von der Strecke her die Welt umrundet

Vor der Redaktion der Nordwest-Zeitung: Karl-Heinz Haarbauer hat von der Distanz her einmal die Welt umrundet.

Vor der Redaktion der Nordwest-Zeitung: Karl-Heinz Haarbauer hat von der Distanz her einmal die Welt umrundet.

Verena Sieling

Wildeshausen - Karl-Heinz Haarbauer stellt sein Pedelec vor der Redaktion der Nordwest-Zeitung in Wildeshausen ab. Für diesen Moment ist er am Wochenende extra nicht allzu lang mit dem Elektrofahrrad unterwegs gewesen – schließlich sollte der Tacho genau 40 075 gefahrene Kilometer anzeigen, wenn Haarbauer die Westerstraße 25 erreicht. Die Distanz entspricht dem Erdumfang entlang des Äquators.

30 Kilometer am Tag

Theoretisch hat er in 45,5 Monaten die Erde umrundet, rechnet der 72-Jährige vor. „Das sind 30 Kilometer pro Tag.“ Er fahre jeden Tag, erzählt Haarbauer. „Außer, wenn es regnet. Ansonsten fahre ich auch bei Frost und Schnee – es sei denn, es liegt zehn Zentimeter hoch Schnee.“ Morgens radelt der Wildeshauser nach Altona und zum Westring. Auf Gut Altona ist er bekannt: Seit Jahrzehnten arbeitet er dort. „Am 20. Juli sind es 46 Jahre. Die 50 Jahre mache ich noch voll.“

Obwohl Haarbauer seit Sommer 2017 offiziell in Rente ist, ist er dort noch tätig. Morgens macht er zum Beispiel die Aschenbecher sauber und bunkert Eiswürfel. „Dafür gibt es dann immer ein kleines Frühstück.“ Außerdem ist er seit März 2022 jeden Samstag ab nachmittags auf Gut Altona tätig.

Seine Leidenschaft fürs E-Bike-Fahren entdeckte er im Zuge seiner offiziellen Verabschiedung: „Ich hatte mir 2018 schon eines gekauft.“ Seine Arbeitgeber und Kollegen schenkten ihm einen Gutschein für ein weiteres Gefährt. Sein erstes Pedelec verkaufte er und war fortan mit dem neuen Rad unterwegs. „2020 bin ich 10 254 Kilometer geradelt.“ 2021 wollte er es noch weiter schaffen: „10 311 Kilometer. Ich bin bis in die Nacht geradelt.“ Mehr als 11.000 und mehr als 10.000 Kilometer folgten in den Jahren darauf.

„Auftanken“

Trotz Weltumrundungs-Distanz bleibt der 72-Jährige vorwiegend in der Gegend. „Nachmittags fahre ich zum Beispiel nach Goldenstedt, durch Harpstedt oder die Gemeinde Dötlingen. Es macht Spaß.“ Bevor es dann nach Hause geht, „muss ich noch einmal auftanken“. Dann geht es beispielsweise in die Brasserie in Wildeshausen. Sollte er mal einen „Absacker“ trinken, lasse er das Fahrrad stehen, ergänzt er mit einem Lächeln.

Der Wildeshauser ist bekannt in der Gegend. Zu seinem Erkennungszeichen gehört mittlerweile die rote Jacke, die er auf dem Rad trägt. Wenn er die mal nicht anhabe, werde er seltener gegrüßt, sagt Haarbauer mit einem Lachen – und schwingt sich in seinem blauen Pullover wieder aufs Pedelec.

Verena Sieling
Verena Sieling Redaktion Wildeshausen
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