Döhlen - Die Chronik über die Döhler Schule lässt sich mangels Aufzeichnungen nicht exakt zurückverfolgen. Im Jahr 1705 soll die Döhler Kapelle zu einer Schule umgebaut worden sein. Das Gebäude wurde vermutlich sowohl für den Gottesdienst als auch für den Schulunterricht genutzt.
Am 30. September 1839 tagte der Schulvorstand von Döhlen in „Kempermanns Wirtshause zu Großenkneten“ und beschloss, dass die Schulkinder „60 Soden guten trockenen Torfs“ für den Schulofen und Vergütung für Papier mitzubringen hätten.“ – „Zu dem Lehrer habe man das Vertrauen, dass dieser den Preis des Papiers nicht zu hoch setzen werde.“
Ein Klassenraum
1840 wird dokumentiert, dass auf dem ehemaligen Kapellenland eine neue Schule mit Dienstwohnung für den Lehrer erbaut wurde. Allerdings nur mit einem Klassenraum. Seitdem gab es einen hauptamtlichen Lehrer, der wie zu jener Zeit üblich, seinen Lebensunterhalt aus der Landwirtschaft decken musste.
1863 wurden in dem einklassigen Schulraum 96 Kinder unterrichtet. Ein Jahr später baute die Bauerschaft Hengstlage eine eigene Schule und schied aus der Döhler Schulacht aus.
Der Nachmittagsunterricht ist nach wie vor unbeliebt, so lautet ein Antrag der Schulacht vom 6. März 1904: „Die ärmeren Bewohner der Schulacht sind nämlich gezwungen, ihre Kinder den Voll- und Halbmeiern zum Hüten der Kühe und Schafe zu übergeben. Dafür erhalten die Kinder Essen, Kleidung und auch wohl einige Taler Lohn … da die Kinder der Oberklasse zum Viehaustreiben, Kartoffelausnehmen, Essennachtragen, Heuen etc. in der Zeit von 11 Uhr bis zum Abend unentbehrlich sind.“
Gebäude verkauft
1922 wurde neben dem Schulgebäude von 1840 ein neues zweiklassiges Schulgebäude errichtet, in deren Obergeschoss sich eine Wohnung für einen unverheirateten Lehrer befand.
Die Umschulung der Oberstufenschüler in die Mittelpunktschule Großenkneten erfolgte am 1. August 1966, die der Schuljahre 1 bis 4 im August 1968 an die Grundschule Großenkneten. Die letzte Schülerzahl betrug 64. Die beiden ehemaligen Döhler Schulgebäude und die dazugehörigen Ländereien wurden verkauft.
Bis zur Schulreform 1966 gab es in der Schule eine archäologische Sammlung, von der niemand weiß, wo sie geblieben ist.
