Hude - „Für Angehörige von Demenzkranken ist es oft schwierig, sich in den Patienten hineinzuversetzen“, erklärt Imke Högermann, Krankenschwester und Lehrerin für Pflegeberufe bei der AOK. „Ohne es zu wollen, kann man schnell ungerecht werden, weil man nicht versteht, wie ein Patient zum Beispiel vergessen kann, zu essen“, so Högermann.

Eine Einsicht in die Erlebniswelt der Erkrankten soll deshalb der Kurs „Umgang mit verwirrten Pflegebedürftigen“ vermitteln, der in Kooperation von der Diakonie-Sozialstation und der AOK veranstaltet wird. Der Kurs soll über die Grundzüge der Demenzerkrankung, die Pflegeversicherung und die Änderungen aus dem Pflegeneuausrichtungsgesetz informieren. Auch Tipps, wie sich Angehörige in bestimmten Situationen am besten verhalten können, soll der Kursus geben, da man demenzkranke Patienten am besten auf der Gefühlsebene erreichen könne, so Högermann. Mit speziellen Spielen könne man zum Beispiel auch das Erinnerungsvermögen von Demenzpatienten stärken.

„Für uns von der Diakonie-Sozialstation ist es sehr wichtig, dass sich Angehörige frühzeitig informieren, auch darüber, welche Hilfen sie in Anspruch nehmen können“, erklärt die Pflegedienstleiterin der Station, Elisabeth Loch.

In dem Pflegekursus sind noch Plätze frei. Er findet ab Montag, 4. Februar, von 16 bis 18 Uhr in den Räumen der Diakonie-Sozialstation Hude, Parkstraße 52, unter der Leitung von Imke Högermann und Elisabeth Loch, statt. Zu dem Kurs sind auch Nichtmitglieder der AOK willkommen. Er ist für alle Teilnehmer kostenlos. Anmeldungen nimmt Elisabeth Loch unter t   04408/6 07 07 entgegen.