Wardenburg - Länger dunkel bleibt es vorerst in den Straßen der Gemeinde Wardenburg. Der Gemeinderat hat eine kürzere Dauer der Straßenbeleuchtung beschlossen. Grund für diese Maßnahmen sind die extrem gestiegenen Stromkosten, die die Gemeinde zum Sparen zwingt.

Die Straßenbeleuchtung wird aufgrund der aktuellen Lage auf dem Energiemarkt von Montag bis Sonntag, je nach Jahreszeit, nur noch in der Zeit von 6 bis 8 Uhr eingeschaltet, um Schülern und Pendlern einen sicheren Weg zu garantieren. Sobald sich die Situation aufgrund der Energiekrise wieder beruhigt hat, wird die Verwaltung hierüber informieren und die Straßenbeleuchtung ab diesem Zeitpunkt montags bis donnerstags und sonntags, je nach Witterung, ab 6 Uhr einschalten. Ausgemacht wird dann um 23 Uhr. Freitags und samstags wird die Beleuchtung, je nach Witterung, um 6 Uhr ein- und um 1 Uhr abgeschaltet. Mit dieser Maßnahme ist nach Berechnung der Verwaltung eine Verkürzung der Beleuchtungsdauer von etwa einem Drittel möglich.

Grünen-Ratsfrau Maike Tramann meinte, es sei nicht leicht gewesen, abzuwägen zwischen dem Sicherheitsaspekt und den finanziellen Gründen. Sie stimme dem Beschluss nur zähneknirschend zu, da es ihrer meiner Meinung mehr Möglichkeiten gegeben hätte, das Licht zu dimmen oder nur bestimmte Stellen auszuleuchten. Ihr Fraktionskollege Holger Lebèus bezeichnete den Beschluss als „einen etwas unambitionierten Kompromiss“. „Andere Nachbargemeinden gehen da weiter.“ Er regte an, wie in der Gemeinde Hatten, einen Ingenieur zu beauftragen, die Straßenbeleuchtung genauer zu überprüfen und beispielsweise zu sondieren, wo Laternenlicht gedimmt werden könne.

Nicht weit genug ging der Beschluss für Jörg Brandes (CDU) und Georg Emken (Grüne). Sie stimmten als einzige dagegen. Nur drei Ratsmitglieder enthielten sich. Der Rest zeigte sich mit der neuen Regelung einverstanden.

Marén Bettmann
Marén Bettmann Redaktion Wardenburg