Blumen wurden am Freitag im Harpstedter Amtshof verteilt. Der Grund: Mit Nathalie Prüß und Uwe Lampe hatten zwei Mitarbeiter der Samtgemeindeverwaltung die Ausbildung bzw. Umschulung mit Erfolg beendet. Beide bleiben der Samtgemeinde als wertvolle Kräfte erhalten: Uwe Lampe, nach zweijähriger Umschulung Fachangestellter für Bäderbetriebe, wurde unbefristet übernommen; die frisch gebackene Verwaltungsfachangestellte Nathalie Prüß arbeitet zunächst mit befristetem Vertrag für ein Jahr weiter im Amtshof, wo sie für Aufgaben im Bauamt vorgesehen ist. Nur eines der Ämter, die die Harpstedterin auch während ihrer knapp dreijährigen Ausbildungszeit durchlief. Mit Freude: „Es hat mir überall gefallen, jedes Amt auf seine Weise.“ Die Berufswahl sei „auf jeden Fall“ die richtige gewesen, sagte die 23-Jährige. Ein Lob nicht nur fürs gute Prüfungsergebnis („eine gute Zwei“) gab es vom Verwaltungschef: „Wir sind froh, dass wir sie zumindest bis zum 30. Juni 2012 weiter beschäftigen können“, sagte Uwe Cordes, der gemeinsam mit seinem allgemeinen Vertreter Ingo Fichter gratulierte. „Chapeau“ hieß es auch für die Leistung des 47-jährigen Lampe, der u. a. große Fitness bei der praktischen Prüfung zum Fachangestellten für Bäderwesen beweisen musste. Galt es doch, beim Schwimmen und Abschleppen bestimmte Zeiten vorzulegen und eine kombinierte Übung aus Anschwimmen im Drillichanzug, Heraufholen einer Puppe aus 3,90 Meter Tiefe, Abwehr eines Angriffs im Wasser, Abschleppen des Geretteten und Wiederbelebung zu zeigen. „Jeder Vierte ist durchgefallen“, erzählte Lampe, der es als Umschüler meist bis 17- bis 19-jährigen Auszubildenden zu tun hatte. Auch sonst war die Umschulung nicht ohne Belastung, war der Harpstedter doch mehrfach fern von der Familie zu Unterrichtsblöcken in Zeven und Rotenburg – auch den Theorieteil des zweiten, übersprungenen Lehrjahres absolvierte er in Absprache mit dem Arbeitgeber zusätzlich freiwillig über zehn Wochen hinweg.
Auch im neuen Ausbildungsjahr bildet die Samtgemeinde aus: Im August beginnt der Colnrader Maik Bahrs seine Ausbildung zum Verwaltungsfachangestellten im Amtshof.
