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Johannes Cernota auf Youtube erfolgreich Mit Erik-Satie-Aufnahme die erste Million zusammen

Hat nicht nur ein Händchen fürs Klavierspielen: Johannes Cernota (links), hier mit Marcus Kott, ist auch der Vater der Osenzwerge und gestaltet diese als Kunst im öffentlichen Raum – seit kurzem auch im Gewerbegebiet beim Malereibetrieb Schierhold + Kott.

Hat nicht nur ein Händchen fürs Klavierspielen: Johannes Cernota (links), hier mit Marcus Kott, ist auch der Vater der Osenzwerge und gestaltet diese als Kunst im öffentlichen Raum – seit kurzem auch im Gewerbegebiet beim Malereibetrieb Schierhold + Kott.

W. Fademrecht

Sandkrug - Es ist eine Zahl, die allein aufgrund ihrer schieren Größe schwer vorstellbar ist. Eine Million Mal hat irgendein Mensch auf der Welt Erik Saties „Gnossienne Nr. 1“, gespielt von Johannes Cernota, angehört – und das in nur vier Jahren auf der Videoplattform Youtube. „Nun habe ich meine erste Million. Allerdings nicht monetär, aber immerhin bei den Streamingzahlen“, bringt es der Sandkruger mit einem Augenzwinkern auf den Punkt.

Versuchen wir die Zahl mal herunterzubrechen. Selbst auf einen Tag umgerechnet, ist das Interesse an der Cernota-Interpretation noch beeindruckend. Es wären an jedem der 1460 vergangenen Tage jeweils 685 Aufrufe.

Anfangs auf Vinyl

Eingespielt hat der geprüfte Konzertpianist mit Bühnenreife das wohl populärste Stück des französischen Komponisten Erik Satie bereits 1983. Damals war das digitale Zeitalter noch ein klitzekleines Pflänzchen. Der Commodore 64 war kurz zuvor erschienen, die Compact Disc als Tonträger war zwar erfolgreich in den Laboren von Philips und Sony entwickelt worden, aber spielte im Alltag noch keine Rolle. So erschien die Aufnahme Anfangs nur als LP, später dann auch auf CD.

„Diese LP/CD ebnete mir quasi den Weg in die Konzertwelt. Ich war einer der ersten Interpreten dieses Komponisten in Deutschland und die Langspielplatte hatte damals durchschlagenden Erfolg“, erinnert sich Cernota. Nicht nur Klassikfachleute erfuhren durch sie von ihm. „So hat mir diese Einspielung sogar mal eine Rezension in dem Frauen-Magazin ‚Brigitte‘ verschafft: , … die delikateste Neuaufnahme stammt von dem Maler-Pianisten Johannes Cernota, der unter Kennern als deutscher Satie-Spezialist einen legendären Ruf hat“, hieß es in der September-Ausgabe aus dem Jahr 1985.

Was es dafür gibt

Eine Million Aufrufe, das ist für den Sandkruger, der seine Kreativität abseits des Klavierspielens unter anderem als Schöpfer der Osenzwerge, Maler und Bildhauer auslebt, vor allem „ein tolles Jubiläum“. Für alle, die nun wissen möchten, was er damit verdienen konnte, kommt hier seine Rechnung. Pro Aufruf (von mindestens 20 Sekunden Dauer) gibt es zwischen 0,15 und 0,3 Cent. Das heißt bei einer Million sind es zwischen 1500 und 3000 Euro. Und das in vier Jahren, zudem geteilt durch Zwei (Verlag und Künstler). Tja.

Getrübt wird seine enge musikalische Verbundenheit mit dem Werk des Franzosen dadurch nicht. Cernotas persönliches Lieblingsprogramm heißt „Bilder im Konzert“, das seine besondere Beziehung zu Saties Werken unterstreicht. Eine Seelenverwandtschaft, die nun schon 40 Jahre anhält. Von seiner allerersten Platte „Johannes Cernota plays Erik Satie“ wurden etwa 700 000 Exemplare verkauft. Zahlen, von denen heute jeder Künstler nur noch träumen kann. Erhältlich ist diese Aufnahme nur noch als CD direkt bei dem Sandkruger Konzertpianisten oder bei www.jaro.de im Webshop.

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Der Beweis: das Stück

Der Beweis: das Stück "Gnossienne Nr. 1" ist mittlerweile 1 Million Mal aufgerufen worden.

Werner Fademrecht
Werner Fademrecht
Werner Fademrecht Redaktion Hatten
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