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Erstes Hobby-Horse-Turnier der SG Bookhorn Dressur und Springen mit dem Steckenpferd

Peter Kratzmann
Erstmals hat die SG Bookhorn ein Hobby-Horse-Turnier organisiert. Mit Steckenpferden stellten sich die jungen Teilnehmerinnen Spring- und Dressurprüfungen.

Erstmals hat die SG Bookhorn ein Hobby-Horse-Turnier organisiert. Mit Steckenpferden stellten sich die jungen Teilnehmerinnen Spring- und Dressurprüfungen.

Peter Kratzmann

Ganderkesee - Bunt und etwas ungewohnt war das Bild im Apfelgarten am Vereinsheim der Sportgemeinschaft (SG) Bookhorn an der alten Schule an der Grüppenbührer Straße beim ersten Hobby-Horse-Turnier. Wer sich mit dem Reitsport identifiziert, der sah sich an eine Reitsportveranstaltung erinnert: Zwischen den Apfelbäumen war ein Dressurviereck in den Maßen von sieben mal 14 Metern abgesteckt. Doch darin präsentierten sich nicht echte Pferde und Reiter, sondern verschiedene Vereinsmitglieder mit ihren Steckenpferden den Blicken des Richterteams – mal im Galopp, Trab oder Schritt und nach der Mittagspause dann auch im Springparcours bis zum Mächtigkeitsspringen mit einer Höhe von 1,20 Metern.

Mit Steckenpferd

Für Lina Johanna Blumberg war das Hobby-Horse-Turnier der SG Bookhorn, der sie seit vier Wochen angehört, der erste Turnierauftritt mit einem Steckenpferd. „Gestartet bin ich im Reiterwettbewerb“, so die Zehnjährige. Gesattelt hatte sie „Cookie“, gekauft im Januar und mittlerweile der ganze Liebling von Lina. „Das war in der Prüfung für mich doch recht schwer. Die Hufschlagfiguren beherrsche ich noch nicht so richtig und das gibt dann Abzug.“

Ein beliebter Nischensport

Der große Zuspruch hat mittlerweile auch die Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN) auf den Plan gerufen. So werden in der Leistungsprüfungsordnung, kurz LPO, in der nächsten Ausgabe auch Aufgaben und Anforderungen für das Hobby-Horsing zu finden sein. Maike Thoms: „Das ist schon ein beliebter Nischensport geworden. Neben der sportlichen Betätigung steht auch der kameradschaftliche Effekt im Vordergrund.“ Einige der Teams campten übers Wochenende am Falkensteinsee.

Angebotene Prüfungen waren in diesem ersten Turnier: Reiterwettbewerbe, Dressur (leicht, mittel und schwer), Stilspringprüfungen (50-70 cm), Zeitspringen (50-70 cm), Mächtigkeitsspringen ab 80 cm und ein Mannschaftsspringen (60 cm).

Das sahen natürlich auch Richterin Jasmin Graupner und Linas Trainerin Maike Thoms, die das Turnier im Helferteam leitete. Da gab es dann Kommentare vom Richtertisch wie „Der Galopp muss noch mehr verdeutlicht werden“ oder „Das Bein ist nicht gestreckt genug“ und „Der Schritt könnte noch verbessert werden“. Richteranmerkungen, die es so oder so ähnlich auch bei jedem großen Reitturnier als Anmerkungen für die Aktiven zu hören gibt. Tatsächlich war die Illusion zum Teil perfekt. Je nach Trainingsstand übernahmen die meist jungen Reiterinnen den Ausdruck des Pferdes.

Wie mit Pferd

Neben dem Steckenpferdekopf war es vor allem der Ablauf der Bewegungen, die den Unterschied machten. Das gelang mal besser oder mal schlechter. Auf jeden Fall war Körperbeherrschung gefragt: „Das Hobby-Horse-Riding ist eben eine Mischung aus Leichtathletik und Turnen, umgesetzt mit dem Steckenpferd in der Prüfung“, so Maike Thoms. Die hatte alle Hände voll zu tun, denn für die SG war eine derartige Veranstaltung auch Neuland, und es gab viele Fragen und Organisationspunkte, die beantwortet und erfüllt werden mussten. Die Anspannung konnte dem Team angemerkt werden, wie eben oft auch bei einem normalen Reitturnier mit Sportkamerad Pferd.

Lina Johanna Blumberg hat tatsächlich zuhause zusammen mit ihrer Mutter zwei lebensgroße Pferde im Stall. Allerdings zwei junge Pferde, die noch nicht voll geritten werden können, wie Lina erzählte. Zum Hobby-Horsing war die zehnjährige Delmenhorsterin übers Internet gekommen. Hier ist das Steckenpferdreiten ein viel angeklickter Renner. „Die Videos waren cool, und ich bekam Lust, auch so etwas zu machen.“ Bei der SG Bookhorn fand sie die richtige Vereinsheimat.

Vom Heidmühler FC in Schortens/Friesland war gleich ein ganzes Team angereist. Begeistert schilderten die elf- und zwölfjährigen Mädchen, dass es in ihrem Verein schon eine lange Warteliste gebe, weil nicht genügend Trainer und Trainerinnen vorhanden seien. Für die eigens aus Schortens angereisten Hobby-Horse-Mädels war es schon das dritte Turnier in diesem Jahr. Zuvor waren sie in Holdorf und in Verden bei der Verdinale am Start gewesen.

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