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Ev.-luth.Gemeinden Ganderkesee und Schönemoor Kirchen-Fusion ein Jahr früher als geplant

So sieht die Titelseite des neuen Gemeindebriefs aus. Er ist ein erstes sichtbares Zeichen für die geplante Fusion der ev.-luth. Kirchengemeinden Ganderkesee und Schönemoor.

So sieht die Titelseite des neuen Gemeindebriefs aus. Er ist ein erstes sichtbares Zeichen für die geplante Fusion der ev.-luth. Kirchengemeinden Ganderkesee und Schönemoor.

Ev.-luth. Kirchengemeinde Ganderkesee

Ganderkesee/Schönemoor - Die Fusion der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinden Ganderkesee und Schönemoor soll ein Jahr früher erfolgen als ursprünglich geplant. Wie Pastorin Julia Klein aus Stenum mitteilt, ist der Zusammenschluss für 2024 vorgesehen. Ein erstes Ergebnis der Zusammenarbeit gibt es bereits: Anfang März ist ein gemeinsamer Gemeindebrief für die Bezirke Ganderkesee, Bookholzberg und Stenum sowie die Kirchengemeinde Schönemoor erschienen. „Unter 8 Glocken“ lautet der Titel des neuen Hefts im A4–Format.

Gemeindebrief und Newsletter sind neu

Anfang März ist erstmals ein gemeinsamer Gemeindebrief für die Bezirke Ganderkesee, Bookholzberg, Stenum und die Kirchengemeinde Schönemoor erschienen. Das DIN-A4-Heft mit dem Titel „Unter 8 Glocken“ löst die Briefe der einzelnen Bezirke ab. Der neue Gemeindebrief sei ein Schritt, die Arbeit zu bündeln und Kosten zu sparen, sagte Pastorin Uta Brahms. Ein Vorteil sei, dass darin alle Termine gebündelt seien: „Ich habe bisher nur Positives gehört.“ Da sich die Redaktionen der bisherigen Gemeindebriefe aufgelöst haben, wird Unterstützung für das neue Format gesucht. Interessierte können die Pastorin unter der Telefonnummer 04222/9472903 und der Mail-Adresse uta.brahms@kirche-oldenburg.de erreichen.

Ein Newsletter rund um Kinder, Jugend und Familie ist ebenfalls neu. Er informiert über Angebote in den Kirchengemeinden Ganderkesee und Schönemoor. Der Newsletter kann auf der Homepage der Kirchengemeinde abonniert werden.

Fusion schon 2024

Ursprünglich sollte der Zusammenschluss zwischen den Kirchengemeinden Ganderkesee und Schönemoor 2025 erfolgen. Nach Angaben von Pastorin Klein haben die Gemeindekirchenräte aus beiden Gemeinden nun aber beschlossen, dass die Fusion vorgezogen wird. Für Montag, 20. März, ist eine Vollversammlung mit Vertretern aus beiden Gemeinden geplant, in der über einen Gesetzesentwurf beraten werden soll.

Seit zwei Jahren werde die enge Zusammenarbeit im sogenannten Entwicklungsraum geplant, schreibt dazu die Ganderkeseer Pastorin Uta Brahms im neuen Gemeindebrief. Dies sei nötig, weil es zum einen immer weniger Pfarrstellen, vor allem aber immer weniger Pfarrpersonal gebe. „Um die gemeindliche Arbeit noch in einem Mindestmaß zufriedenstellend bewältigen zu können, sind diese Schritte nötig.“

Für die vorgezogene Fusion der beiden Kirchengemeinden gibt es einen weiteren Grund: 2024 gebe es Gemeindekirchenratswahlen, erläuterte Werner Köhler, Mitglied des Gemeindekirchenrats in Schönemoor. „Wenn wir dann getrennt wählen würden, müssten wir nach einem Jahr wieder neu wählen.“ In Schönemoor sei die Fusion anfangs mit Skepsis gesehen worden, sagte Köhler, der auch Vertreter in der Kreissynode Delmenhorst/Oldenburg-Land ist. Es habe die Befürchtung gegeben, dass die Kirchengemeinde „geschluckt“ werde. Doch die Skepsis sei gewichen: „Ich denke, dass es gut für uns ist, wenn wir verschmelzen.“

Bewerbungen erwünscht

Der vorgezogene Zusammenschluss der beiden Kirchengemeinden ändert nichts daran, dass die Pfarrstelle in Schönemoor wieder besetzt werden soll. Nach dem Weggang von Pastor Johann-Philipp Nicolaus Ende des vergangenen Jahres ist die Stelle vakant, soll nach Angaben von Werner Köhler im Frühjahr aber erneut ausgeschrieben werden.

An Belastungsgrenzen

Im Gemeindebrief ist auch ein Bericht über die Situation in Schönemoor zu lesen: Der Gemeindekirchenrat, dem Heike Wolpmann, Dietlind Rosenthal, Werner Köhler und Pastorin Susanne Bruns angehören, gebe sein Bestes, um das kirchliche Leben in und um die Schönemoorer Kirche herum am Laufen zu halten. „Dennoch wird uns durch die Vakanz und die vorhergehende Verkleinerung des Gemeindekirchenrates eine größere Anzahl von Aufgaben zugemutet, die zurzeit an unsere Belastungsgrenzen gehen“, heißt es dort. Ein Wort mit dem Pastor oder der Pastorin, ein geistlicher Impuls oder eine Frage zu organisatorischen Abläufen seien spontan nicht möglich. „Auch wenn die Pastorinnen aus Ganderkesee und Stenum und der Pastor aus Bookholzberg jederzeit helfen, warten wir doch gespannt auf hoffentlich bald eingehende Bewerbungen zur vakanten Pfarrstelle.“

Antje Rickmeier
Antje Rickmeier Redaktion Ganderkesee
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