Grün und Weiß sind normalerweise die Farben der Schützen – das Schützenfest in Ganderkesee indes wurde am Wochenende von Schwarz-Rot-Gold dominiert. Mit Deutschland-Fähnchen am Hut oder Girlanden um den Hals marschierten die Grünröcke – die in der Mittagshitze ohnehin zu Weißhemden mutiert waren – einen Tag nach dem deutschen WM-Triumph über Schweden durch den Ort. Während Vereinsvorsitzender Karl-Heinz Riebold mit gutem Beispiel voranging und Flagge zeigte, verzichtete der noch amtierende Schützenkönig Helmut Quathamer auf den nationalen Farbenschmuck – vielleicht, weil er ohnehin schon schwer zu tragen hatte: Über der im Vorjahr errungenen Königskette trug Majestät auch noch die frisch erworbene Kette des Alterskönigs.

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Zu den Gewinnern des Schützenfestes gehörte Bürgermeisterkandidatin Alice Gerken-Klaas, die es mit dem Gewehr zu einem symbolträchtigen Titel brachte: „Volkskönigin“ darf sie sich für ein Jahr nennen. Beinahe hätte es am Wochenende auch für ihren Konkurrenten Rainer Lange zu einem Titel gereicht: Der SPD-Kandidat wurde beim Fußball-Turnier des TSV Bürstel-Immer aber nur Zweiter in der Torjäger-Wertung – im Spiel seiner „Rathausschleicher“ gegen die „Clausthaler“ hatte Lange einfach zu viele Chancen ausgelassen.

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Eine Chance genutzt hat der TSV Ganderkesee: Mit Unterstützung der LzO konnte eine Ballettstange für das Sportlerheim am Immerweg angeschafft werden. Heinz Barlage, stellvertretender Filialleiter der LzO Delmenhorst, überreichte einen Scheck über 400 Euro an Christine Scheidt, die mittlerweile 33 Kinder in drei Gruppen im Balletttanz ausbildet.

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Über eine Spende freut sich auch der Schützenverein Urneburg: Die 500 Euro, die Prokurist Ralf Spille von der Volksbank Ganderkesee dieser Tage an den Vereinsvorsitzenden Herbert Biese übergab, sind sozusagen ein Geburtstagsgeschenk, denn die Urneburger feiern bekanntlich in Kürze ihren Hundertsten. Mit rund 1000 Teilnehmern soll übrigens der Festmarsch am 20. August einer der längsten Schützenumzüge werden, die Ganderkesee je gesehen hat, hieß es.

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Auf dem Bildschirm zu sehen ist im Frühjahr 2007 Pierre Hellbusch. Der Jungfilmer aus Elmeloh hat dann einen Kurzauftritt im Bremer „Tatort“, zusammen mit einer Reihe von Jugendlichen aus dem Raum Delmenhorst, die er für die Radio-Bremen-Produktion gecastet hat. Hellbusch mimt einen MTV-Reporter und hat laut Drehbuch den Auftrag, die Pop-Stars Jeanette Biedermann und Mike-Leon Grosch vor die Linse zu bekommen – die Jugendlichen agieren neben ihm als Fans der Künstler, um die sich die Handlung des TV-Krimis dreht. Zur Belohnung für Hellbusch gab es am Ende ein gemeinsames Foto mit Jeanette Biedermann (Bild).