Navigation überspringen
nordwest-zeitung
Abo-Angebote ePaper Newsletter App Prospekte Jobs Immo Trauer Shop

Fahrrad-Premiumroute in Wildeshausen Hier haben Radfahrer Vorrang

Inspizieren das neue Piktogramm auf der Fahrradstraße beim Bahnhof: Ralf Wübbeler (links) und Patrick Kasparak.

Inspizieren das neue Piktogramm auf der Fahrradstraße beim Bahnhof: Ralf Wübbeler (links) und Patrick Kasparak.

Stadt Wildeshausen

Wildeshausen - Diese Verkehrszeichen sind nicht zu übersehen: Zwei große Piktogramme auf den Fahrbahnen weisen seit Kurzem die Bahnhof- und die Ladestraße in Wildeshausen als Fahrradstraßen aus. Das bedeutet, dass auf diesen Straßen nur Zweiräder und Anlieger zugelassen sind. Als Anlieger gelten Pkw-Fahrer, die zu einem der Grundstücke, zu den ausgewiesenen Parkplätzen oder zum Bahnhof möchten, außerdem dürfen noch Busse und Taxen dort fahren – nicht jedoch Autofahrer, die nur mal schnell eine Abkürzung zwischen der Heemstraße und der Ahlhorner Straße nehmen wollen.

Höchstens 30 km/h

Mit den Piktogrammen verschafft die Stadt Wildeshausen den Radfahrern ein bisschen mehr Freiraum auf innerstädtischen Straßen. „Wir wollen so darauf hinweisen, dass hier das Fahrrad das bestimmende Verkehrsmittel ist“, erklärt Ralf Wübbeler, Leiter des Fachbereichs Bürgerservice, Migration und öffentliche Ordnung. Radler dürfen auf den beiden Straßen, auf denen die Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h gilt, auch nebeneinander fahren.

Die Fahrradstraße rund um den Bahnhof ist Bestandteil der sogenannten Fahrrad-Premiumroute, die vor einigen Jahren ausgewiesen wurde. Die 5,7 Kilometer lange Route führt im Westen vom Neubaugebiet „Vor Bargloy“ über den sogenannten „Lampenweg“, die Kapitän-Strasser-Straße, den Bargloyer Weg und die Bargloyer Straße zur Wilhelmshöhe. Von dort verläuft die Strecke kurz über die Ahlhorner Straße und folgt dann der Lade- und Bahnhofstraße in die Innenstadt. Über ein kurzes Stück der Westerstraße geht es auf die Huntestraße, durch Zwischenbrücken und schließlich auf die Harpstedter Straße bis zum östlichen Ortsausgang.

„Uns ist es generell wichtig, das Fahrrad als Verkehrsmittel zu stärken. Deshalb haben wir zum Beispiel auch die Fahrradzone im Wohngebiet zwischen Pestruper Straße und Hunte rund um die Holbeinschule ausgewiesen“, ergänzt Patrick Kasparak von der Stadtverwaltung. In Fahrradzonen, die erst seit 2020 möglich sind, gelten dieselben Regeln wie auf Fahrradstraßen, nur ausgedehnt auf eine gesamte Zone. Somit haben auch hier Radler Vorrang, dürfen nebeneinander fahren und die Höchstgeschwindigkeit ist auf 30 km/h beschränkt.

Auch noch Schutzstreifen

Schließlich weist die Stadtverwaltung noch auf die Fahrradschutzstreifen an der Ahlhorner und der Glaner Straße hin. Hier steht in beiden Fahrtrichtungen ein Seitenstreifen der recht breiten Fahrbahnen vorrangig dem Radverkehr zur Verfügung, was durch Markierungen und Piktogramme gekennzeichnet wird. Auch dadurch solle der Schutz und Komfort für Fahrradfahrer erhöht werden, heißt es in der Mitteilung der Stadt. Es bestehe jedoch keine Benutzungspflicht. Wer sich auf dem Bürgersteig sicherer fühlt, dürfe diesen nach wie vor nutzen.

Mit diesen aktuellen Maßnahmen und Kennzeichnungen sei bei den Bemühungen, Wildeshausen fahrradfreundlicher zu machen, noch nicht das Ende der Fahnenstange erreicht, betonen Ralf Wübbeler und Patrick Kasparak. Es würden weitere Projekte geprüft und umgesetzt, kündigen sie an, um die Sicherheit und Attraktivität des Radverkehrs zu erhöhen.

Themen
Artikelempfehlungen der Redaktion
Ein Wahlplakat des sächsischen SPD-Spitzenkandidaten zur Europawahl, Matthias Ecke hängt an der Schandauer Straße im Stadtteil Striesen an einem Laternenmast. Der sächsische SPD-Spitzenkandidat zur Europawahl, Matthias Ecke, ist beim Plakatieren im Dresdner Stadtteil Striesen angegriffen und schwer verletzt worden. Beim Befestigen von Wahlplakaten am späten Freitagabend schlugen vier Unbekannte auf den 41-Jährigen ein, wie Polizei und Partei am Samstag mitteilten.

SCHUTZ VON POLITIKERN Innenminister wollen schärfere Strafen prüfen

Dpa
Potsdam
Sie geben Orientierung im Evangelischen Krankenhaus (v.l.) Andreas Hoppe, Elli Fitzner, Gertrud Wessel-Terharn und Pastorin Anke Fasse.

EVANGELISCHES KRANKENHAUS IN OLDENBURG Sie geben Orientierung und Sicherheit im Krankenhaus-Dschungel

Anja Biewald
Oldenburg
Kommentar
Oliver Braun

ZUR ABSAGE DES DEMOKRATIEFESTES IN SCHORTENS Ideologiebefreit Probleme lösen

Oliver Braun
Verfolgt seinen Plan: Oldenburgs Cheftrainer Pedro Calles (links) spricht mit Deane Williams.

VOR AUSWÄRTSSPIEL IN ULM Baskets-Coach Pedro Calles blendet Rennen um Platz acht aus

Niklas Benter
Oldenburg
Meinung
Landwirte protestieren am Rande einer Veranstaltung der Grünen. Die Ampel zieht viel Kritik auf sich.

FORDERUNGSKATALOG AUFGESTELLT Darum sind die Landwirte weiterhin wütend auf die Politik

Stefan Idel Büro Hannover
Hannover