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Neubau in Falkenburg Diakoniekonvent Lutherstift hat wieder ein Zuhause

Angeführt von Regionalbischof Dr. Detlef Klahr (vorn, von links) und Klaus Hinck, dem Vorsitzenden des Diakoniekonvents, zogen rund 60 Mitglieder am Samstagnachmittag zum Gottesdienst im neuen Konventshaus aus.

Angeführt von Regionalbischof Dr. Detlef Klahr (vorn, von links) und Klaus Hinck, dem Vorsitzenden des Diakoniekonvents, zogen rund 60 Mitglieder am Samstagnachmittag zum Gottesdienst im neuen Konventshaus aus.

Falkenburg - Der Diakoniekonvent Lutherstift in Falkenburg hat wieder ein Zentrum: Rund neun Jahre nach der Schließung des Lutherstifts im Jahr 2012 als Bildungsstätte der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Hannovers weihten am Samstag rund 60 der insgesamt 124 über das gesamte Bundesgebiet verteilten Brüder und Schwestern ihr neues Konventsgebäude an der Hasbruchstraße in Falkenburg ein.

Regionalbischof Dr. Detlef Klahr segnete den Neubau – bestehend aus einem großen und einem kleineren Nebenraum, die verbunden werden können, sowie einer Küche und einem Büro – in einem Gottesdienst.

Ökologisch ausgerichtet

Im Mai 2020 war nach dreijähriger Planungszeit mit dem Bau in Falkenburg begonnen worden. Errichtet wurde das Gebäude in Holzständerbauweise und als ökologisch ausgerichtetes Niedrigenergie-Haus. „Leider konnte es wegen der Corona-Pandemie nicht gleich mit einem großen Fest eingeweiht und bezogen werden“, berichtet Konventsmitglied Monika Krämer, die selbst am Rande des heutigen Dorfpark-Geländes lebt, und den Bau begleitete.

Einige der 14 Regionalkonvente und kleinere Gruppen des Diakoniekonvents hätten aber bereits im neuen Domizil tagen können. Auch das direkt nebenan gelegene Laurentius-Hospiz habe die Räume bereits genutzt, so Monika Krämer weiter.

Diakoniekonvent eine Gemeinschaft aus unterschiedlichen Berufen

Gegründet wurde der Diakoniekonvent am 21. Juni 1920 als „Brüderschaft Lutherstift zu Rotenburg in Hannover“ als Ausbildungsort für Diakone der Ev.-Luth. Landeskirche Hannovers. Ab 1957 fand die Ausbildung in Falkenburg statt – einer Exklave der Landeskirche mitten im Oldenburger Land. Hier wurden ab 1969 auch Frauen zur Diakonin ausgebildet, die ab 1970 Mitglied in der Brüderschaft werden durften.

Heute ist der Diakoniekonvent eine Gemeinschaft von Diakoninnen und Diakonen sowie diakonisch engagierter Christinnen und Christen aus unterschiedlichen Berufen. Die Brüder und Schwestern haben sich unter anderem das Ziel gesetzt, „in den verborgenen und offenen Notsituationen der Menschen und der Gesellschaft zu helfen, vor allem dort, wo noch keine oder keine ausreichende Hilfe ist“, heißt es.

Zum Konvent gehört das Refugium in Falkenburg, ein Appartement, das zeitlich begrenzt als Rückzugsort angemietet werden kann. Zudem umfasst das Refugium eine Gemeinschaft von Schwestern und Brüdern, die auf dem Gelände des Konvents leben und dort in der Laurentius-Kapelle regelmäßig (öffentliche) Andachten und Gottesdienste abhalten. Das Refugium betreut auch die Gäste der Jakobusklause, einer Unterkunft für wohnungslose Menschen.

Festakt soll folgen

Der Gottesdienst am Samstag schloss sich an die Mitgliederversammlung des Konvents an, bei der im engsten Kreis ein neuer Vorstand zu wählen und Haushaltsbeschlüsse zu fassen waren. Der Konventsvorsitzende Klaus Hinck führte schließlich die neu gewählten Vorstandsmitglieder in ihr Amt ein und entpflichtete ihre Amtsvorgänger. Ein Festakt mit Gästen, Vereinsvertretern und Öffentlichkeit solle sobald als möglich nachgeholt werden, kündigt Monika Krämer an. Gleiches gelte für die Feier zum 100-jährigen Bestehen des Konvents im Juni 2020.

Die diakonisch geistliche Gemeinschaft will den Neubau nicht nur für seine eigenen Zusammenkünfte nutzen, sondern stellt es auch für externe Veranstaltungen, Seminare und Zusammenkünfte zur Verfügung – „im Rahmen des Nutzungskonzepts“, wie der Konventsvorsitzende am Samstag betonte. So würden sich etwa Partys schon allein aufgrund der Nähe zum Hospiz und den Wohngruppen der Norle verbieten. Zur Nachbarschaft pflege der Konvent ein gutes Verhältnis, so Monika Krämer. „Wir dürfen auch das Dorfpark-Gelände mit nutzen.“

Karoline Schulz
Karoline Schulz Redaktion Ganderkesee
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