Navigation überspringen
nordwest-zeitung
ePaper Newsletter App Jobs Immo Trauer Shop

Ärger In Ganderkesee Neue Straßenlaternen scheinen dunkler


Dieses Bild aus dem Mai zeigt im Alten Postweg in Falkenburg vorne eine neue LED-Leuchte und hinten alte Pilzleuchten.
Hergen Schelling

Dieses Bild aus dem Mai zeigt im Alten Postweg in Falkenburg vorne eine neue LED-Leuchte und hinten alte Pilzleuchten.

Hergen Schelling

Falkenburg/Ganderkesee - Die Straßenbeleuchtung in der Gemeinde Ganderkesee wird nach und nach moderner. Bereits seit mehr als vier Jahren rüstet der Kommunalservice Nordwest sukzessive die Straßenlaternen mit modernen LED-Leuchten aus. Im kommenden Jahr sollen weitere 378 Lampen folgen. Die Gemeinde erwartet so eine Reduzierung des Stromverbrauchs um 85 Prozent. 61 weitere Straßen und Wege im Gemeindegebiet können sich auf neue Lampen freuen – oder auch nicht. Nicht bei allen nämlich kommt die moderne Version gut an.

Bereits im Frühjahr war die Straßenbeleuchtung großes Thema im Ortsverein Falkenburg-Habbrügge. Einige Mitglieder waren der Ansicht, dass sich die Sichtverhältnisse bei Dunkelheit durch die neuen Leuchten verschlechtert hätten.

Subjektive Wahrnehmung

Kommunalservice-Geschäftsführer Uwe Nordhausen hatte den Anliegern damals einen Vor-Ort-Termin im Herbst zugesichert, wenn es abends wieder dunkler ist. Zu diesem Termin haben sich Nordhausen und die Anlieger jüngst getroffen. Man habe sich geeinigt, an zwei Stellen breiter strahlende Leuchttypen anzubringen, berichtet Nordhausen. Und dann müsse man sehen, ob die Anlieger damit zufriedener seien. Allerdings betont er auch, dass die Umrüstung aufwendig sei: „Wir können jetzt nicht eine Umrüstaktion in der ganzen Gemeinde starten.“

Die Straßenbeleuchtung sei bei einigen Anwohnern ein „sehr emotionales Thema“, so Nordhausen. Dafür habe er Verständnis. Das Problem sei, dass viele Anwohner nicht auf den Lichtkegel am Boden achten, sondern in die Lampe schauen würden. Dann würden die LED-Leuchten schwächer erscheinen. Nicht nur in Falkenburg hätten sich Anwohner beschwert. Der Kommunalservice habe die Situation aber größtenteils verbessern können. Im Zuge der letzten Modernisierungsaktion seien Lampen verbaut worden, bei denen nur die halbe Leistung eingestellt gewesen sei. „Da das gleichmäßig bei allen war, haben wir das nicht sofort festgestellt“, erklärt Nordhausen. Die verantwortliche Firma habe nun nachjustiert. Die meisten Beschwerden hätten sich damit erledigt. In anderen Fällen habe der Kommunalservice den Anwohnern mittels Lichtmessgerät zeigen können, dass die Leuchten doch heller seien, als es ihnen vorkomme.

Kosten höher

Zukünftig werde der Kommunalservice bei der Installation neuer Lampen für jede Straße eine lichttechnische Berechnung durchführen. Das sei an den Hauptverkehrsstraßen bisher nicht notwendig gewesen. Die Masten in den Wohnstraßen würden jedoch alle unterschiedlich hoch sein und auch die Abstände zwischen den Masten seien verschieden.

Die Modernisierungsaktion werde dadurch vermutlich ein bisschen teurer, sagt Sabine Finke, Fachdienstleiterin Straßen und Verkehr. 200.000 Euro hat die Verwaltung bisher eingeplant. Nun könnten die Kosten für die Gemeinde aber noch durch eine Entscheidung des Ausschusses für Straßen und Verkehr steigen: Der hatte sich in der vergangenen Woche dafür ausgesprochen, die Straßenausbaubeitragssatzung zum Jahresende aufzuheben. Demnach würden Anwohner nicht mehr direkt an den Kosten beteiligt. Für die Beleuchtung war noch die Rede von einer Beteiligung der Anlieger von 40 bis 75 Prozent.

Themen
Artikelempfehlungen der Redaktion

Neues vom Festival-Line-up Hyper, Hyper – Scooter kommt zum Tabularaaza nach Oldenburg

Patrick Buck Oldenburg

Sparkasse in Oldenburg Warum die LzO rund 22.000 Kunden kündigt

Svenja Fleig Im Nordwesten

Hausbesetzung in Oldenburg Polizei trägt Aktivisten aus dem Gebäude

Wolfgang Alexander Meyer Oldenburg

Meppens Routinier Krämer trifft auf Oldenburgs Rookie Fossi Derby wird auch zum Duell der Trainer-Typen

Lars Blancke Oldenburg

Alte Molkerei in Jever Mach’s gut, altes Haus

Oliver Braun Jever
Auch interessant