Falkenburg - Ein Sommerfest sorge dafür, Hemmschwellen abzubauen, sagt Irene Müller, Geschäftsführerin der „mission:lebenshaus“, zu der das Hospiz in Falkenburg gehört. Die Besucher können im entspannten Rahmen mit den Mitarbeitern ins Gespräch kommen. „Wir wollen Vorurteile und Ängste abbauen.“ Deshalb bietet das Hospiz seit der Eröffnung vor sechs Jahren auch in jedem Sommer ein solches Fest an.

Sie freue sich jedes Mal darüber, dass die Besucher bei Führungen durch die Einrichtung Blätter des Wunschbaumes mitnehmen, und diese Wünsche erfüllen, berichtet Irene Müller. Mitarbeiter und Bewohner würden hier notieren, was im Hospiz fehlt.

Aktuell betreuen 26 Haupt- und 26 Ehrenamtliche die Bewohner. Die Zahl der Ehrenamtlichen sei in den vergangenen beiden Jahren stark gestiegen. Die einen hätten eine Ausbildung als Sterbebegleiter, andere helfen nach einem Vorbereitungskurs bei ganz alltäglich anfallenden Aufgaben im Hospiz wie Tischdecken und Einkaufen. Acht Zimmer stehen zur Verfügung. Die Nachfrage sei groß, so Müller. Auch viele Jüngere seien dabei. Der Altersdurchschnitt liege bei 63 Jahren. Die Pflegedienstleitung mache es sich nicht leicht, die nächsten Bewohner auszuwählen. Sie prüfe akribisch, für wen die Betreuung im Hospiz dringend ist, und wer vielleicht mit Unterstützung auch gut zuhause betreut werden kann. Zudem vermittelt das Laurentius-Hospiz bei Bedarf an andere Einrichtungen.