Alle zehn Jahre trifft sich die frühere Klasse 9sA der Hauptschule am Steinacker in Ganderkesee, um sich an die gemeinsame Schulzeit zu erinnern. So auch wieder am vergangenen Wochenende. 18 Ehemalige waren zum Klönschnack ins Hotel „Oldenburger Hof“ gekommen. „Eigentlich sind wir ja unehrenhaft entlassen worden“, unkte Marlis Ludwigs, geborene Alfs, die das Treffen organisiert hatte. Weil der Entlassjahrgang die letzten Schulstunden geschwänzt hat, sei die Abschlussfeier gestrichen worden. Die Zeugnisse kamen per Post. „Aus allen ist aber etwas geworden“, war sich die Truppe einig.
Vor dem Hintergrund der Turbulenzen um Uli Hoeneß, den Präsidenten des FC Bayern München, hat SPD-Kreisvorsitzender Axel Brammer die Hoffnung noch nicht aufgegeben, die SPD-Fraktionsvorsitzende im Niedersächsischen Landtag, Johanne Modder (kleines Bild), zu einer Werder-Anhängerin zu machen. Vor einiger Zeit hatte die 52-jährige Ostfriesin von Brammer einen Schoko-Osterhasen in Grün/Weiß erhalten. „Den habe ich extra ans Fenster gestellt“, verriet die Bayern-Anhängerin, „leider ist er nicht geschmolzen.“ Beim SPD-Parteitag am Wochenende in Ganderkesee verschenkte Brammer einen Thermo-Becher im Werder-Outfit. „Ich werde ihn benutzen“, versprach Modder.
Seit zehn Jahren lebt Mario Janßen in Ganderkesee. Nun wird er auch beruflich öfter in seiner Heimatgemeinde zu sehen sein: Am Sonnabend hat der 40-jährige Fahrlehrer an der Rathausstraße 9 eine Zweigstelle seiner Fahrschule eröffnet, die er bereits seit 2005 in Stuhr-Varrel betreibt. In der Vergangenheit habe er vermehrt Anfragen aus Ganderkesee erhalten, erzählte Janßen. Viele Kunden interessierten sich für die neuen Klassen und die Aufstiegsmöglichkeiten beim Motorrad-Führerschein. Auch über Kurse für ältere Autofahrer denke er nach. Gemeinsam mit Ehefrau Julia und den Kunden stieß er auf die Neueröffnung an.
Wie sieht der Niedersächsische Landtag von innen aus und was genau macht eigentlich ein Abgeordneter? Antworten auf diese und viele andere Fragen bekamen drei Schülerinnen und Schüler aus Ganderkesee. Der örtliche Landtagsabgeordnete Ansgar Focke (31) hatte gemeinsam mit der niedersächsischen CDU-Landtagsfraktion zum Zukunftstag nach Hannover eingeladen. Nach der Begrüßung durch den Landtagspräsidenten Bernd Busemann hatten die Jugendlichen die Gelegenheit, in den Berufsalltag der Landtagsfraktion hineinzuschnuppern. Im Vordergrund standen dabei die verschiedenen Berufsfelder. „Uns geht es am Zukunftstag nicht darum, politische Planspiele zu veranstalten, sondern den Landtag als attraktiven Ausbildungs- und Arbeitsplatz zu präsentieren“, sagte Focke. „Wir wollen den Jugendlichen zeigen, welche Einsatzmöglichkeiten es für sie in und um die Politik herum gibt“. Nach dem Schulabschluss biete zum Beispiel die Ausbildung zur Bürokauffrau eine gute Gelegenheit, erste Berufserfahrung zu sammeln. Ein spannendes Betätigungsfeld sei auch der Wissenschaftliche Dienst mit seinen ganz unterschiedlichen Werdegängen. „Darüber hinaus sind unsere Schülerpraktika eine tolle Möglichkeit, einen Blick hinter die Kulissen der Landespolitik zu werfen“, sagte Focke.
Wenn bis zum 10. Mai Teams wie „Mett-Igel“, „Arminia Bierzelt“ oder „Crazy Monkeys“ in der alten Sporthalle am Steinacker um Tore und Punkte kämpfen, haben sie auch Gelegenheit, Gutes zu tun. Pünktlich zum Auftakt der 35. Handball-Ortsmeisterschaften (HaOGa) wurde auf Initiative von Marc Voßhans eine Spendenaktion zu Gunsten von „Handball hilft“ gestartet. „Am Eingang der HaOGa 2013 werden wir ein Spendenschwein aufstellen“, so Voßhans, der neben Turnierleiter P eter Terborg, zu den HaOGa-Organisatoren gehört. Zudem gibt es die einmalige Möglichkeit, gegen eine kleine oder größere Spende ein Stücke jenes Hallenbodens zu bekommen, auf der die Handball-Nationalmannschaft unter Trainer Heiner Brand im Jahr 2007 in der „Köln-Arena“ Weltmeister geworden ist. „Ein absolutes Muss für jeden Handballer“, meint Voßhans. Weiterhin liegen Autogrammkarten verschiedener Botschafter von „Handball hilft“ bereit. Auch Uwe Vogel, Vorsitzender des TSV Ganderkesee, lobte die Initiative. Er hofft, im Namen des TSV eine hohe Spendensumme übergeben zu können. Die erste Spende – 10 Euro – steckte übrigens Bennet Oetken (10) ins Schwein.(sti)
