Ganderkesee - Mit 85 mal 30 Metern Grundfläche ist das Festzelt an der Raiffeisenstraße größer als das Hansezelt beim Bremer Freimarkt, aber die Betreiber sind die gleichen: Maik Bellmann und Melanie Nehring von der Worpsweder Firma Moor Event stellen sich in diesem Jahr erstmals der Herausforderung, die großen Partys am Hauptwochenende des Ganderkeseer Faschings auszurichten. Bis zu 5000 Feiernde werden sich zwischen dem Umzugstag, Samstag, 10. Februar, und Rosenmontag, 12. Februar, dort tummeln.
Viele Referenzen
Das Wirtepaar hat über mehr als 15 Jahre hinweg jede Menge Erfahrungen mit Großveranstaltungen gesammelt, die es nicht nur in und rund um Bremen stemmt. Auch die Düsseldorfer Rheinkirmes oder das Oktoberfest finden sich auf der Liste der Referenzen von Moor Event. Bei kleineren Veranstaltungen stünden sie üblicherweise auch selbst mit hinter dem Getränketresen, betonen Bellmann und Nehring. Trotz aller Routine gehen die beiden den Fasching mit einer gehörigen Portion Respekt an. „Es ist reizvoll, etwas Neues zu machen“, sagt Maik Bellmann. „Eine Veranstaltung in der Größenordnung des Ganderkeseer Faschings zu bekommen, ist schwierig.“ Oft hätten sich Festwirte Traditionsveranstaltungen über Generationen hinweg gesichert.
Das Partyticket für Samstag, 10. Februar, ab 16 Uhr, kostet 20 Euro und ist über die Internetseite der GGV (www.fasching-ganderkesee.de) erhältlich, solange die Veranstaltung nicht ausverkauft ist. Es ermöglicht den Zugang zum Festzelt an der Raiffeisenstraße sowie zu den Partys im Oldenburger Hof (Stolle) und im Schützenhof. Die GGV weist darauf hin, dass das Umzugsband (5 Euro) nicht zum Eintritt ins Zelt berechtigt und umgekehrt auch das Partyticket nicht zum Besuch des Umzugs. An der Abendkasse kostet das Partyticket 25 Euro.
Am Rosenmontag beginnt der Einlass ins Festzelt um 19.30 Uhr. Tickets, die auch für die Party im Oldenburger Hof gelten, sind online (15 Euro) und an der Abendkasse (20 Euro) erhältlich.
Das Eintrittsband für den Umzug gibt es für 5 Euro in bar nur an den Verkaufshäuschen entlang der Strecke sowie bei den Vorverkaufsstellen („Kiosk & Mehr“ in Ganderkesee, Kiosk Bookholzberg, E-Center Meyer und Tabakstore Wessel in Hude. Bis sieben Jahre ist freier Eintritt.
Am Sonntag, 11. Februar, kommen die Narren um 10.30 Uhr im Zelt zum Frühschoppen und zur Prämierung der schönsten Umzugsgruppen zusammen. Der Eintritt ist frei. Gleiches gilt für den Kindertanz, der um 15 Uhr im Festzelt beginnt.
Erst im Dezember hatten die neuen Festwirte von der Gemeinschaft Ganderkeseer Vereine (GGV) den Zuschlag für den Fasching erhalten – die Vorlaufzeit bis zur Veranstaltung war somit vergleichsweise kurz, wie Bellmann erklärt. Nicht ganz einfach sei es zudem gewesen, DJs fürs Faschingswochenende zu verpflichten, das mitten in die Zeit der Kohlpartys fällt. Doch am Ende sei es gut geglückt.
Anderer Zuschnitt
Gänzlich umkrempeln wollen die neuen Festwirte die Faschingspartys nicht. Auffälligste Veränderungen gegenüber dem Vorjahr: Der Zuschnitt des Festzelts hat sich etwas verändert, sodass es nicht mehr in die Raiffeisenstraße hineinragt. Außerdem liege diesmal der Raucherbereich unter freiem Himmel, erklärt Bellmann. Wetterschutz böten Sonnenschirme.
Auch beim Programm nehmen Bellmann und Nehring kleine Veränderungen vor: So haben sie darauf verzichtet, für den Samstag eine Live-Band zu verpflichten, und setzen stattdessen auf drei DJs, die im Wechsel spielen werden. DJ Fabian Grant und DJ Andre Nalin sollen die Gäste während der ersten Party-Stunden unterhalten, bevor dann am Abend DJ Marci, bekannt aus dem Megapark auf Mallorca, auflegen wird und zu später Stunde dann ein erneuter Wechsel ansteht.
„Wir haben die Erfahrung gemacht, dass junge Leute einfach feiern wollen“, erklärt Bellmann. DJs böten den Vorteil, dass Musikwünsche unkompliziert erfüllt werden könnten.
Auf eine Live-Band müssen die Faschingsbesucher dennoch nicht verzichten: Bei der Rosenmontagsparty wird neben DJ Björn auch das Party- und Galaorchester „Free Steps Orchestra“ den Gästen einheizen.
110 Servicekräfte
Am Samstag setzen die Zeltbetreiber an mehreren Theken und hinter den Kulissen 110 Servicekräfte ein, die für Getränkenachschub sorgen. Die herkömmlichen Getränketheken ergänzen sie um zwei Cocktailbars und zwei Shot-Bars sowie einen Stand mit Merchandise-Artikeln wie Hüten und Sonnenbrillen. Abgerundet wird das Partytreiben im Zelt durch den Faschingsmarkt auf dem Festplatz. Unter anderem ein Autoscooter, ein Kinderkarussell und ein Riesenrad sowie mehrere Imbisswagen werden dort stehen.
