Sandkrug/Streekermoor - Defibrillatoren können Leben retten. Dank des technischen Fortschritts sind sie mittlerweile so fehlbedienungsresistent und leistungsfähig geworden, dass auch Laien als Ersthelfer mit ihnen umgehen können. In der Gemeinde Hatten ist jetzt der allererste „Defi“ installiert worden, der rund um die Uhr, tags und nachts, von jedermann im Ernstfall genutzt werden kann.

Zu verdanken ist das der Freiwilligen Feuerwehr Sandkrug, in deren Reihen sich etwa 20 Kameraden mit Rettungsdienst-Know-how befinden. Einer von ihnen ist Mario Maczewski, unter anderem ausgebildeter Rettungssanitäter. Er gab mit den Anstoß, dass außen am Feuerwehrhaus, Löwenzahnweg 1, in Streekermoor ein „Defi“ montiert worden ist. Übrigens das gleiche Modell, dass auch automatisch bei jedem Feuerwehreinsatz auf den Einsatzwagen für den Fall der Fälle mitgeführt wird.

„Das ist der erste Defibrillator in Hatten, der 24/7 genutzt werden kann“, erinnert der Vorsitzende des Fördervereins der Feuerwehr, Maik Schütte, an den Umstand, dass andere Geräte dieser Art häufig in nachts verschlossenen Räumen angebracht sind – z. B. bei der TSG Hatten-Sandkrug, der VR-Bank-Filiale an der Astruper Straße oder auch im Bürgerbüro am Gartenweg.

Komplett finanziert worden ist die Anschaffung über zwei regionale Stiftungen: die der Landessparkasse zu Oldenburg (LzO) und der Volksbank eG Oldenburg-Land Delmenhorst. Beide gaben jeweils 1500 Euro für den Kauf des Corpuls AED. Vertreter beider Banken betonten anlässlich der offiziellen Spendenübergabe die Bedeutung, die sie diesem Bereich beimessen.

„Mit klaren Piktogrammen und Sprachanweisungen leitet das kompakte Gerät sowohl Fachanwender, als auch Laien sicher durch eine optimale und leitliniengerechte Reanimation“, verspricht der Hersteller, dessen Hauptstandort mit 400 Beschäftigten in Landsberg am Lech (Bayern) liegt. Das Modell könne bei Temperaturen zwischen minus zehn Grad bis plus 55 Grad eingesetzt werden.

Werner Fademrecht
Werner Fademrecht Redaktion Hatten