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Feuerwehrhaus in Wardenburg Zweiter Anbau wird dringend nötig

Entwurfskizze für die Anbauten (farbige Elemente) an das Feuerwehrhaus in Wardenburg.

Entwurfskizze für die Anbauten (farbige Elemente) an das Feuerwehrhaus in Wardenburg.

Pohl Architektur

Wardenburg - Erst im Juli dieses Jahres wurde der Anbau an die Fahrzeughalle der Freiwilligen Feuerwehr Wardenburg feierlich eingeweiht. Doch schon jetzt ist klar: Ein weiterer, aus mehreren Teilen bestehender Anbau wird folgen, diesmal im linken Bereich des 25 Jahre alten Feuerwehrhauses. Während alle Fahrzeuge der Ortswehr nun vernünftig untergebracht sind, gilt es für das „Personal“ Bedingungen zu schaffen, die vor allem einer größeren Sicherheit dienen.

Einen ersten Planentwurf stellte der Architekt Michael Pohl aus Sandkrug jüngst dem Feuerwehrausschuss der Gemeinde vor. Anlass zum Handeln gab die Feuerwehrunfallkasse (FUK), die gravierende Mängel festgestellt hatte. So entsprechen die Abstände der Spinde und die Verkehrswege in den Umkleideräumen nicht den gesetzlichen Vorschriften. Weiterhin wurde festgestellt, dass die vorhandenen Parkplätze aus Sicherheitsgründen umgestaltet werden müssen.

Unfälle denkbar

Im Umkleidebereich wurde kritisch angemerkt, dass der Zugang zum Umkleidebereich Herren 2 und zu den Damen jeweils nur durch eine Tür möglich ist, folglich Zusammenstöße im Personen-Begegnungsverkehr und damit Unfälle nicht ausgeschlossen werden können.

neue Fahrzeuge

Die Anschaffung zweier neuer Fahrzeuge für die Ortsfeuerwehr Wardenburg hat der Feuerwehrausschuss dem Gemeinderat empfohlen. Das bisherige LF 16/12 (Baujahr: 2001) soll durch ein Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug (HLF) ersetzt werden. Für Fahrgestell und Aufbau ist mit insgesamt 500 000 Euro zu rechnen.

Ein ELW (Einsatzleitwagen) soll auch neu beschafft werden. Dafür werden 250 000 Euro eingeplant. Das jetzige ELW ist 26 Jahre alt.

Verzögern wird sich die Ersatzbeschaffung eines Mannschaftstransportfahrzeuges (MTF) für die Ortsfeuerwehr Wardenburg. Dafür waren im Haushalt 2022 60 000 Euro eingeplant.

Die Auslieferung eines „Mittleren Löschfahrzeuges“ (MLF) für die Ortsfeuerwehr Wardenburg verzögert sich ebenfalls. Der Auftrag war bereits im September 2021 erteilt worden. Nach Aussage der Hersteller sollen Fahrgestell und Aufbau „eventuell“ erst im Jahr 2023 kommen.

Hinzu kommt: Duschen und Waschgelegenheiten sind im Umkleidebereich Damen und Herren 2 nicht vorhanden. Im Feuerwehrhaus gibt es nur eine Dusche, die an den Herrenumkleidebereich 1 angegliedert ist.

Ebenso ist keine Geschlechtertrennung und kein Sichtschutz im Umkleidebereich realisiert: Die Frauen müssen auf dem Weg zu den Fahrzeugen durch die Herrenumkleide laufen. Außerdem fehlt die sogenannte Schwarz-Weiß-Trennung, die den Einsatz- und Sozialbereich voneinander trennt, um Kontaminationen zwischen Einsatz- und Privatkleidung zu verhindern. Ebenfalls nicht vorhanden: eine Umkleide für die Jugendfeuerwehr und eine behindertengerechte Toilette.

„Flickwerk“

Die neuen Gebäudeteile sollen zum Teil vor, hinter und seitlich an den bestehenden Sozialtrakt angebaut werden. Dort soll ein neuer „Alarmeingang“ entstehen. Im Ausschuss fiel der Begriff „Flickwerk“, das zwar nicht schön sei, aber die einzige Möglichkeit einer baulichen Erweiterung.

Im Außenbereich sollen Alarm-Einfahrt und -Ausfahrt strikt voneinander getrennt werden, um Kollisionen zu vermeiden. So dürfte der bisherige Zugang an der Polizei nur noch als Alarm-Ausfahrt genutzt werden. Die zweite Zuwegung soll Richtung Oldenburg verlegt und nur noch als Einfahrt dienen.

Die vorsichtige Kostenschätzung des Architekten für alle Maßnahmen belaufen sich auf 1,23 Millionen Euro. Michael Pohl gab zu bedenken: „Bei den derzeit rasanten Preissteigerungen muss mit noch mehr gerechnet werden.“ Zehn der zwölf stimmberechtigten Ausschussmitglieder stimmten dem Planentwurf zu, zwei enthielten sich.

Marén Bettmann
Marén Bettmann Redaktion Wardenburg
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