Im Artikel stellt die NWZ die Frage der Sicherheit am Flugplatz Ganderkesee. Hierzu erlaube ich mir keine Stellungnahme abzugeben – die Untersuchungen laufen noch. Das Thema der Kommunikation scheint allerdings ein weiteres Problem zu sein: aufgrund von extrem angestiegenem Flugverkehr im Tiefflug (teilweise alle drei Minuten ein Überflug) wandte ich mich bereits am 2. Juli in einem Schreiben an den Geschäftsführer Herrn Sauer mit der Bitte um ein Gespräch, da es mittlerweile sehr oft unmöglich ist, sich im eigenen Garten zu erholen oder im Home-Office bei geöffnetem Fenster zu arbeiten.
Nachdem keinerlei Reaktion erfolgte und Anrufe ignoriert wurden, bat ich die Gemeinde um Unterstützung (...). In einem Schreiben vom 18.10.2021 teilt die Gemeinde mit, dass auch sie schon mehrere Versuche der Vermittlung in ähnlichen Fällen unternommen habe, jedoch für die Aufsicht nicht zuständig sei und daher nur eine Vermittlerrolle einnehmen könne. Sehr befremdlich stimmt mich auch die Aussage des SPD-Fraktionschefs Ulf Moritz, der „das Verkehrssystem Straße/Auto auch nicht abschaffen möchte, weil damit Unfälle geschehen“ – kein Mensch spricht von Schließung – es geht (wie auch beim Auto) um den Einsatz neuer umweltgerechter Technologien. Das Totschlagargument „Arbeitsplätze“ gibt es bei Kohle, beim Auto – beim Fliegen – Arbeitsplätze müssen nicht wegfallen, aber sich der Zeit anpassen! In Wirklichkeit geht es um Kommunikation und gegenseitige Rücksichtnahme – da ich dieses Thema trotz aller gütlichen Versuche beim Betreiber des Flugplatzes leider nicht erkennen kann, habe ich nun die zuständige Landesbehörde für Luftfahrt und Luftsicherheit eingeschaltet und hoffe, dass sich noch mehr Betroffene anschließen werden.
