Der DRK-Kreisverband Oldenburg-Land hatte schon direkt nach Bekanntwerden der anonymen Anzeige jeden Verdacht entschieden zurückgewiesen. Sämtliche Spenden, die mit den Vermerken „Müller“ oder „Koggala“ auf dem Konto des Roten Kreuzes eingingen, seien sofort und ohne Abzug irgendwelcher Gebühren auf das Konto des Ehepaares Müller weitergeleitet worden, hatte das DRK betont.

Dass die Spenden für Koggala überhaupt über das Rote Kreuz abgewickelt wurden, hängt damit zusammen, dass Georg und Gisela Müller in den ersten Tagen nach der Tsunami-Katastrophe keine Spendenquittungen ausstellen konnten. Dies war ihnen mit Hilfe der Gemeinde erst ab dem 10. Januar möglich. In der Zwischenzeit hatte das Rote Kreuz angeboten, Müller-Spendern die Bescheinigungen zu geben – dafür mussten die Gelder allerdings über ein DRK-Konto laufen.