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Förderschule Ganderkesee Schülerfirma unterstützt Kinder in der Ukraine

Leon Werth
250 Euro für notleidende Kinder in der Ukraine haben die Schülerinnen und Schüler der siebten und achten Klasse mit ihrer „Pupils GMBH“ erzielt. An einem Wunschbaum hängen ihre eigenen und Gedanken und Sorgen.

250 Euro für notleidende Kinder in der Ukraine haben die Schülerinnen und Schüler der siebten und achten Klasse mit ihrer „Pupils GMBH“ erzielt. An einem Wunschbaum hängen ihre eigenen und Gedanken und Sorgen.

Leon Werth

Ganderkesee - Was können wir für notleidende Menschen in und aus der Ukraine tun? Das haben sich die Schülerinnen und Schüler der Schule am Habbrügger Weg in Ganderkesee gefragt und mit ihrer Schülerfirma „Pupils GMBH“ 250 Euro erzielt, um die Hilfsorganisation SOS Kinderdorf zu unterstützen.

Hilfe steht bereits im Namen

Eine „Gesellschaft mit beschränkter Haftung“ haben die Schüler nicht angemeldet, denn die Abkürzung GMBH steht für „Ghana Mit Bäumen Helfen“. Regelmäßig spendet die Schülerfirma einen Großteil ihrer Einnahmen an den Verein „Schulwälder für Westafrika“, der verschiedene Projekte an einer Partnerschule im ghanaischen Bisease unterstützt.

Die „Pupils GMBH“ besteht aus drei Abteilungen: eine fürs Kreative, eine für Holz- und Metallarbeiten und eine für den Betrieb der Schulcafeteria. Mit der Unterstützung von Lehrerin Vanessa Bühnemann und Lehrer Roland Raabe haben drei Klassen aus den Jahrgängen Sieben und Acht Brötchen belegt, Pizza und Muffins gebacken und zusammen mit Schokoriegeln aus dem Weltladen verkauft, um Geld zu sammeln. „Das können wir super“, versichert Dilman, Schülerin aus der achten Klasse.

Schulleitung rundet auf

„Viele haben sich mehr bestellt als üblich und auch noch ein Trinkgeld gegeben“, berichtet Angelika Gröne aus der Schulverwaltung. Den Verkaufserlös von 212,40 Euro habe die Schulleitung noch einmal auf 250 Euro aufgerundet.

Dilmans Freundin Johanna aus der Siebten hat intensiv recherchiert, an welche Hilfsorganisation das Geld am besten gespendet werden kann. Die Wahl fiel auf das SOS Kinderdorf, das von Krieg und Flucht traumatisierten Kindern langfristige und auch psychologische Unterstützung bietet.

Die Spendenaktion am Habbrügger Weg wird fortgesetzt. Fabian betreut einen Osterbasar, auf dem selbst gebastelte Dekoartikel und kleine Vogelfutterstellen verkauft werden. Auch Meiko, als Zweitbester in der Jugendkategorie seines Schützenvereins schon durchaus vertraut mit der Presse, ist besonders aktiv und hilft dabei, für interessierte und spendenfreudige Schülerinnen und Schüler ein traditionelles „English Breakfast“ auszurichten.

Eine Chance für den Frieden

Intensiv thematisieren die Lehrerinnen und Lehrer den Ukraine-Krieg auch im Unterricht und gehen auf die Ängste der Kinder ein, berichtet Angelika Gröne. Nach Beginn des Krieges wurde im Pausenraum ein großer Baum aufgestellt. Das Lied „Give Peace a Chance“ von John Lennon hallte durch alle Klassenzimmer, während die Schülerinnen und Schüler nacheinander ihre schriftlich oder bildlich festgehaltenen Wünsche und Gedanken daran befestigten. Die gesamte Pausenhalle ist mit Zeichnungen in blau und gelb und Peace-Symbolen geschmückt. Über dem Osterbasar hängt eine Regenbogenfahne, darüber ein Wortspiel mit „P-EAC-E“ und „T-EAC-H“ (englisch für „unterrichten“).

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