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Zwei realistische Szenarien Huder Feuerwehr übt für Ernstfall in Abrisshaus

Drehleiter im Einsatz: Während der Übung wurden die Brandbekämpfer aus dem Fenster gerettet.

Drehleiter im Einsatz: Während der Übung wurden die Brandbekämpfer aus dem Fenster gerettet.

Bastian Lisser

Hude - Bevor ein in die Jahre gekommenes Wohnhaus an der Brandenburger Straße in Hude abgerissen wird, diente es der Freiwilligen Ortsfeuerwehr Hude ls Übungsort für den Ernstfall. Mit allen sechs Fahrzeugen rückten 35 Kameraden an. Das Haus bot sich gleich für zwei Übungsszenarien an, da es über zwei Eingangstüren verfügt.

Flucht über Fenster

Um 20 Uhr rückten die 35 Einsatzkräfte an. Vor Ort fanden sie ein komplett vernebeltes Wohnhaus vor. Mittels Nebelmaschine wurde eine realistische Rauchentwicklung nachgestellt, erklärt der Huder Ortsbrandmeister Heiko Zywina. Im ersten Szenario wurde ein Kellerbrand simuliert, bei dem eine Frau aus dem oberen Stockwerk des Hauses befreit werden musste. Die Einsatzkräfte – mit Atemschutzmasken ausgestattet – gelangten über eine Treppe zur Frau. Nachdem sie diese gerettet hatten, wurde ihr bewusst, dass sich ihre Großmutter noch oben befand, erklärt der Ortsbrandmeister. Doch als die Einsatzkräfte oben ankamen, fing auch die Treppe Feuer. Somit übten sie auch einen Atemschutznotfall. Mittels Drehleiter wurden sie schließlich durch ein Fenster befreit.

In der zweiten Übung ging es dann darum, eine alte Dame aus ihrer Wohnung zu befreien. Diesmal verschafften sich die Übungskräfte über eine separate Eingangstür Zutritt zum Haus. Die ältere Dame habe, erklärt Zywina die Übung, auf Nachfragen nicht reagiert.

Die Einsatzkräfte brachen die verschlossene Tür auf und durchsuchten die vernebelte Wohnung nach der Frau. Es stellte sich während der Übung jedoch heraus, dass die Frau sich dort gar nicht aufhielt – Entwarnung. „Die Szenarien waren absolut realistisch“, sagt der Ortsbrandmeister.

Neubauten geplant

Gegen halb 10 Uhr abends waren die Freiwilligen fertig. Zywina: „Es lief alles nach Plan.“ Auf dem Dienstplan stehe jedes halbe Jahr eine Übung. Das Haus an der Brandenburger Straße wurde von der Firma ENG Eigenheim Nord zur Verfügung gestellt. Das Haus wird abgerissen, auf dem Gelände werden dann zwei Vier-Familienhäuser gebaut.

Christin Hufer
Christin Hufer Redaktion Wildeshausen
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