Dass Wasserstellen Treffpunkte sein können, bewies die Einweihung des Hertford-Brunnens am Dienstag in Wildeshausen (NWZ berichtete). Schließlich begrüßte Bürgermeister Jens Kuraschinski nicht nur Vertreter des Partnerschaftskomitees Evron, sondern sogar Besucher aus der Partnerstadt, nach der der Brunnen benannt ist – aus dem englischen Hertford. Diese Verbindung solle trotz allem, was in Brüssel und London entschieden werde, bestehen bleiben, sagte Kuraschinski.
Dass er sich darum keine Sorgen machen müsse, bekräftigte Hertfords Bürgermeisterin Dr. Linda Radford. „Der Brexit hat keine Auswirkung auf unsere Freundschaft“, sagte sie unter Applaus des Publikums. Auch Jill Geall von den „Friends of Wildeshausen“ zeigte sich überzeugt, „dass dieses Ereignis die Partnerschaft verfestigt“.
Der VfL Wildeshausen hat sein Jubiläum gefeiert. Zur 125-Jahr-Feier konnte Lore Kempen aus gesundheitlichen Gründen aber nicht ausgezeichnet werden. Das wurde am Montagabend nachgeholt. Kempen leitet seit 29 Jahren die Herz-Sport-Gruppen im Verein. Für ihren Einsatz ehrten sie VfL-Geschäftsführer Hubert Schlüter und die Leiterin der Turnabteilung, Ute Dietz.
Lore Kempen machte bereits im Alter von 14 Jahren ihren ersten Übungsleiterschein. Zunächst war sie im Behindertensport aktiv. Mit 22 Jahren bildete sie sich als Übungsleiterin für den Koronarsport weiter. Die Übungseinheiten der Herz-Sport-Gruppen werden immer von zwei Trainern und einem Arzt begleitet. Die gelernte Krankenschwester arbeitet seit 32 Jahren in der Notfallaufnahme des Johanneums in Wildeshausen.
