Hude - „Es ist die Ohnmacht, die so schmerzt – weltweit“, sagte Pastorin Birte Wielage am frühen Montagabend bei der Friedenskundgebung auf dem Huder Bahnhofsvorplatz. Man dürfe aber die Hoffnung nicht aufgeben. Hoffnungszeichen seien die weltweiten Demonstrationen gegen den Krieg, die neue Einigkeit in Europa und die große Hilfsbereitschaft gegenüber jenen Menschen, die auf der Flucht seien.
Auch Hudes Bürgermeister Jörg Skatulla hob die große Solidarität der Bürgerinnen und Bürger hervor. „Viele wollen helfen“, sagte Skatulla. Wer Hilfe anbieten möchte, könne sich an das Rathaus wenden. „Wir werden das koordinieren“, versprach der Bürgermeister. „Es sind jetzt schon so viele Opfer“, sagte Ratsvorsitzende Kirsten Neuhaus (Grüne). Die Ukrainer hätten keine andere Wahl als sich zu verteidigen. Doch dieser Krieg gehe einher mit Leid, Hunger, Schmerz, Vertreibung und Tod.
Friedensmarsch
Am Mittwoch, 9. März, wird es die nächste Friedenskundgebung in Hude geben. Dann will auch die Peter-Ustinov-Schule in Hude ein deutliches Zeichen für den Frieden in Europa setzen. Die Oberschule möchte ihr Siegel als Europaschule nicht nur auf dem „Papier“ tragen, sondern wirklich „leben“, betonen Direktorstellvertreter Thomas Wachtmeister und der Projektleiter „Friedens- und Erinnerungskultur“ an der Schule, Dr. Joest Leopold, in einem Elternbrief.
Und so möchte die Oberschule ein friedliches Zeichen für Zusammenhalt und Solidarität in Europa im Allgemeinen und in der Ukraine im Besonderen setzen. Im Rahmen eines kurzfristig anberaumten schulischen Projekttages soll deshalb am Mittwoch, 9. März, ein „Friedensmarsch“ mit allen Mitgliedern der Schulgemeinschaft durch den Klosterort stattfinden. „Es werden um die 550 Teilnehmer aus unseren beiden Schulstandorten dabei sein“, wie Direktorstellvertreter Thomas Wachmeister berichtete.
Thema im Unterricht
In der ersten und zweiten Stunde werden sich die Schülerinnen und Schüler schulisch und inhaltlich mit dem Thema auseinandersetzen, „verantwortungsvoll, behutsam und reflektiert“, begleitet durch Lehrkräfte und schulsozialpädagogische Fachkräfte, heißt es. Zur Nachbereitung ist die sechste Stunde vorgesehen. Die dritte bis fünfte Stunde sind für den „Friedensmarsch“ eingeplant, bei dem es vorwiegend auf Fußwegen durch den Ort und die Parkstraße zur Mahnwache auf dem Bahnhofsvorplatz geht. Thomas Wachtmeister und Dr. Joest Leopold werden vonseiten der Schule kurze Ansprachen halten, ebenso Bürgermeister Jörg Skatulla. Die Schülerband präsentiert ein von einem Schüler selbst komponiertes Friedenslied. Die Veranstaltung auf dem Bahnhofsvorplatz wird am Mittwoch gegen 10.30 Uhr beginnen.
