Hude - Auch diese moralische Unterstützung sei so wichtig für die Menschen in der Ukraine, sagte am Mittwochvormittag Alexander Potiyenko. Der Huder Musiker und gebürtige Ukrainer verfolgte die Kundgebung im Verlauf des Friedensmarsches der Peter-Ustinov-Schule auf dem Huder Bahnhofsvorplatz. Er schickte auch gleich Videos davon an Freunde und Verwandte in der Ukraine, mit denen er im ständigen Kontakt steht. „Wenn wir hier demonstrieren, geht das in die ganze Welt“, hatte zuvor Bürgermeister Jörg Skatulla gesagt, nachdem er von der Ohnmacht und der Angst gesprochen hatte, die der furchtbare Krieg in der Ukraine auslöse. Und er warf die Frage auf, was jeder Einzelne tun könne. Auch diese Demo sei ein kleiner Funke, aus dem vielleicht eine große Flamme des Friedens werden könne.
Es war schon ein sehr beeindruckendes Zeichen gegen den Krieg, das beim Friedensmarsch der Oberschule gesetzt wurde. Um die 550 Teilnehmer machten sich aus beiden Schulstandorten mit Plakaten, Transparenten und selbst gebastelten Friedenstauben auf den Weg durch den Ort zu einer Kundgebung auf dem Bahnhofsvorplatz.
Gegen den Krieg
Schon zum Start gab es am Standort Hohelucht einen musikalischen Beitrag der Bläserklasse. Diese hatte extra ein ukrainisches Lied eingeübt und spielte zum Abmarsch die Europahymne. „Wir fordern gewaltfreie Lösungen. Wir wollen eine friedliche Zukunft haben. Wir sind gegen den Krieg“, gab der elfjährige Schülersprecher Diego Werner seinen Mitschülern mit auf den Weg. 2. Konrektorin Sandra Unger zeigte sich bewegt über das große Engagement der Schülerinnen und Schüler.
Die Klassen der beiden Standorte Hohelucht und Huder Bach vereinten sich auf dem Schützenplatz zu einem viele hundert Meter langen Zug durch den Ort. Auf dem Bahnhofsvorplatz verwies Direktorstellvertreter Thomas Wachtmeister auf die Werte der Huder Oberschule, auf das angstfreie Miteinander, die Atmosphäre der Meinungsfreiheit und die gegenseitige Achtung, die in der Schulordnung festgeschrieben seien. „Es klingt so einfach und leicht, diese beiden Worte: Frieden und Freiheit. Und dennoch werden genau diese Grundpfeiler des gemeinsamen Lebens gerade in der Ukraine missachtet“, so Thomas Wachtmeister.
Friedensmarsch der Peter-Ustinov-Schule.
Klaus Derke
Friedensmarsch der Peter-Ustinov-Schule.
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Friedensmarsch der Peter-Ustinov-Schule.
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Friedensmarsch der Peter-Ustinov-Schule.
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Friedensmarsch der Peter-Ustinov-Schule.
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Friedensmarsch der Peter-Ustinov-Schule.
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Friedensmarsch der Peter-Ustinov-Schule.
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Friedensmarsch der Peter-Ustinov-Schule.
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Friedensmarsch der Peter-Ustinov-Schule.
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Friedensmarsch der Peter-Ustinov-Schule.
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Friedensmarsch der Peter-Ustinov-Schule.
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Friedensmarsch der Peter-Ustinov-Schule.
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Friedensmarsch der Peter-Ustinov-Schule.
Klaus DerkeDr. Joest Leopold betonte, dass im Zuge verschiedener Erinnerungsprojekte der Huder Schule zu Gräueltaten der Deutschen im Zweiten Weltkrieg auch Freundschaften zu Menschen in der Ukraine entstanden seien. Es sei unerträglich, dass aus russischem Munde behauptet werde, die Regierung der Ukraine sei antisemitisch und faschistisch. „Frieden kann man nur gemeinsam erschaffen“, sagte Schülersprecher Fekri Barakat, der selbst sein Heimatland einst wegen eines Krieges hatte verlassen müssen.
Friedenslied
Fekri sowie Julian-Steven Pulß und Luca von Häfen sind Mitglieder der Schulband. Sie spielten ein von Luca von Häfen komponiertes und getextetes Friedenslied. „Please stop the war – don’t fight no more!“ (Bitte stoppt den Krieg – hört auf zu kämpfen!) – Den Refrain sangen alle Teilnehmer mit. Eine Botschaft, die nicht oft genug in die Welt getragen werden kann.
