17 Katzen warten auf Vermittlung. Die Tierschutzgruppe hilft bei der Eingewöhnung an die neue Umgebung.
Von Matthias KosubekHatten
– Nicht alle Katzen sind „Stubentiger“ und eignen sich als Schmusetiere. Es gibt auch scheue „Kratzbürsten“, die sich eher auf einem Bauernhof unter ihresgleichen wohl fühlen. Solche Fundtiere sind auch die „Sorgenkinder“ der Tierschutzgruppe Wildeshausen, mit der die Gemeinde Hatten bei der Unterbringung von Fundtieren zusammen arbeitet. Sie lassen sich, so Vorsitzende Christina Poppe, schlecht an Familien vermitteln. 17 solcher Problem-Tiere, alle im Bereich der Gemeinde Hatten zugelaufen oder eingefangen, warten auf eine neue Heimat.Hattens Bürgermeisterin Elke Szepanski hofft, dass sich Tierfreunde finden, die bereit sind, einige der Katzen und Kater bei sich auf einem Bauernhof, Resthof oder einem Haus mit großem Grundstück aufzunehmen. Um die Tiere an ihre neue Umgebung zu gewöhnen, sollen sie zunächst für etwa einen Monat in Vierer- oder Fünfergruppen gemeinsam einen vier mal vier Meter großen Käfig bewohnen. Diese Zwinger stellt die Tierschutzgruppe zur Verfügung, die auch die Eingliederungsphase mit Rat und Tat begleitet. Danach, so Poppe, können die Kater und Katzen frei auf dem Grundstück leben, ohne dass die Gefahr besteht, dass sie wieder ausreißen, und sich als fleißige Mäusefänger nützlich machen.
Alle Tiere im Alter von einem bis fünf Jahre sind kastriert/sterilisiert, geimpft, entwurmt und mit einem Chip gekennzeichnet. Wer scheue Katzen bei sich aufnehmen will, wird gebeten, sich unter Telefon 0172/4256423 bei Poppe oder unter 04482/922233 bei Silke Rosenbohm von der Gemeindeverwaltung melden.
