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Fußverkehrs-Check läuft Wie fußgängerfreundlich ist Ganderkesee?

Bei der Auftakt-Versammlung zum Fußverkehrs-Check konnten die Teilnehmer angeben, mit welchem Verkehrsmittel sie zur Veranstaltung gekommen sind. Ziel des Projektes ist es für den Fußverkehr zu sensibilisieren.

Bei der Auftakt-Versammlung zum Fußverkehrs-Check konnten die Teilnehmer angeben, mit welchem Verkehrsmittel sie zur Veranstaltung gekommen sind. Ziel des Projektes ist es für den Fußverkehr zu sensibilisieren.

Luise Charlotte Bauer

Ganderkesee/Bookholzberg - Sichere Schulwege, ausreichend breite Gehwege für Rollatoren und Rollstühle, genügend Sitzmöglichkeiten im Schatten: Beim Fußverkehrs-Check will die Verwaltung herausfinden, wie fußgängerfreundlich die Gemeinde Ganderkesee ist. Bei Begehungen werfen Bürgerinnen und Bürger mit Vertretern der Verwaltung, der Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen und dem Planungsbüro „Planersocietät“ einen Blick auf die Begebenheiten vor Ort.

Sie wollen herausfinden, wie fußgängerfreundlich die Gemeinde Ganderkesee ist (von links): Sabine Finke (Fachdienstleiterin Straßen und Verkehr), Janika Ducks (Landesnahverkehrsgesellschaft) und Niklas Rischbieter („Planersocietät“). Foto: Luise Charlotte Bauer

Sie wollen herausfinden, wie fußgängerfreundlich die Gemeinde Ganderkesee ist (von links): Sabine Finke (Fachdienstleiterin Straßen und Verkehr), Janika Ducks (Landesnahverkehrsgesellschaft) und Niklas Rischbieter („Planersocietät“). Foto: Luise Charlotte Bauer

Wo sind Hindernisse?

Durch die Ortskerne von Ganderkesee und Bookholzberg sollen die Routen der öffentlichen Begehung nach jetzigem Stand führen. Dabei sollen Schulwege, Verkehrsknotenpunkte, Hauptstraßen und Altbaugebiete insbesondere auf potenzielle Gefährdungen und Hindernisse für Fußgänger betrachtet werden. Solche Hindernisse könnten beispielsweise hohe Bordsteinkanten, zu schmale Gehwege, Schilder auf Gehwegen oder Gullideckel mit Gitterstreben in Gehrichtung sein, weiß Niklas Rischbieter aus Erfahrung. Er vertritt die „Planersocietät“ bei dem Fußverkehrs-Check in Ganderkesee. In Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz führt das Planungsbüro bereits Fußverkehrs-Checks durch. In Niedersachsen hat das Projekt in Ganderkesee Vorbildcharakter – es ist der erste Fußverkehrs-Check im Land.

Modellprojekt

Die Wahl des Ortes für das Modellprojekt fiel auf Ganderkesee, da sich Erkenntnisse von hier auch gut auf andere Gemeinden übertragen lassen, sagte Janika Ducks von der Beratungseinheit „Mobilotsin“ der Landesnahverkehrsgesellschaft Niederaschen. Die Gemeinde sei nämlich weder zu klein noch zu groß.

Fußverkehrs-Check

Die erste Begehung findet am Dienstag, 12. September, zwischen 18 und 20 Uhr statt. Treffpunkt ist an der Grundschule Lange Straße in Ganderkesee.

Die zweite Begehung folgt am Mittwoch, 13. September. Treffpunkt ist um 18 Uhr an der Schule an der Ellerbäke in Bookholzberg (an der Buswendeanlage). Es ist mit einer Dauer von rund zwei Stunden zu rechnen.

Ein Maßnahmen-Workshop zum Abschluss des Projektes ist für den 13. November geplant.

Bürgerinnen und Bürger aus der Gemeinde sind eingeladen, am Fußverkehrs-Check teilzunehmen. Anmeldungen sind unter www.ganderkesee.de/fussverkehrscheck möglich.

Auch spontane Teilnahmen ohne Anmeldungen sind möglich.

Wer nicht persönlich teilnehmen kann, aber Hinweise auf Bereiche hat, die näher betrachtet werden sollte, kann sich mit der Gemeinde in Verbindung setzen. Ansprechpartnerin ist Sabine Finke unter 04222/44322.

Fokus auf Fußgänger

Ziel ist es, den Fußverkehr in den Mittelpunkt zu stellen, so Janika Ducks. Das schließe auch das Thema Barrierefreiheit mit ein. Anhand des Fußverkehrs-Checks kann überlegt werden, wie mehr Miteinander im Verkehr möglich ist, sagte Rischbieter. So könnten Verkehrsteilnehmer für Fußgänger sensibilisiert und die Belange aller Verkehrsteilnehmer besser zusammen gebracht werden. Rischbieter rechnet mit weiteren Reduzierungen von Geschwindigkeiten: „Der Raum kann so sozialgerechter aufgeteilt werden.“ Beispielsweise könnten Fahrrad- und Fußverkehr auf mit Autos gemeinsam genutzten Straßen besser entzerrt werden.

Empfehlungen

Zum Abschluss des Projektes soll ein Maßnahmen-Workshop stattfinden, bei dem die Erkenntnisse aus den Begehungen diskutiert werden. Die Ergebnisse des Fußverkehrs-Checks werden voraussichtlich im ersten Quartal 2024 vorliegen. Darin enthalten sein werden auch Maßnahmen zur kurz-, mittel- und langfristigen Umsetzung. Die Gemeindeverwaltung ist laut Sabine Finke (Fachdienstleiterin Straßen und Verkehr) bestrebt, die Empfehlungen – dort wo es möglich ist – umzusetzen. Zu beachten seien jedoch unter anderem Eigentumsverhältnisse.

Luise Charlotte Bauer
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