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Riesiges Interesse am Balkonkraftwerk Ganderkeseer Solar-Community wächst mit jeder Präsentation

Das Interesse am Stromerzeugen daheim ist ungebrochen: Das Balkonkraftwerk-Mobil war auch vor dem BBM-Markt wieder dicht umlagert. (GKG)

Das Interesse am Stromerzeugen daheim ist ungebrochen: Das Balkonkraftwerk-Mobil war auch vor dem BBM-Markt wieder dicht umlagert. (GKG)

Ganderkesee - Nachdem sich bei der Gemeinschaft Klimaschutz Ganderkesee (GKG) innerhalb kürzester Zeit 140 Haushalte für die Sammelbestellung einer kostengünstigen und steckerfertigen Photovoltaikanlage gemeldet haben, mit der zuhause kinderleicht Strom erzeugt werden kann, denken die Initiatoren mittelfristig über die Gründung einer Bürgerenergiegenossenschaft nach. Diese könnte in größerem Rahmen erneuerbare Energien nicht nur aus Photovoltaik erzeugen. Doch noch gibt es einen Haken.

Schon beim ersten Termin in Ganderkesee ist die Solargruppe der örtlichen Klimaschützer von dem großen Interesse an der Technik überrascht worden. Beim zweiten Termin vor dem BBM-Markt am vergangenen Samstag fand die Begeisterung für den mit rund 600 Euro günstigen Einstieg in die Welt der Balkonkraftwerke offenbar keine Grenzen mehr.

Riesiges Interesse

„Wir sind förmlich überrannt worden“, berichtete Gerhard Lüllmann. Über 100 weitere Interessierte haben sich am Samstag eingetragen, um an einer Sammelbestellung teilzunehmen“, freute sich ebenfalls Ralf Tietjen. Langsam entstehe in Ganderkesee eine richtige kleine Solar-Community. Beim ersten Termin waren es bereits 40 gewesen, erinnerte Lüllmann. Dem weiter steigenden Informationsbedarf komme man nach: „Unsere Webseite bietet zum Thema Balkonkraft neue umfangreiche Infos, Links und Videos an.“ Nachzusehen sei dort auch, wie Interessierte an den gerade geöffneten Fördertopf des Landkreises Oldenburg kommen. Förderfähig sind demzufolge Plug-In-PV-Anlagen mit einer Nennleistung von 300 bis 600 Watt. Bis zu 300 Euro sind dann pauschal drin.

Lüllmann: „Wir planen auf der Webseite auch eine Dokumentation über den Aufbau möglichst vieler einzelner Anlagen, in der dann Tipps und Erfahrungen gegeben und ausgetauscht werden können.“ Außerdem habe die Gemeinschaft Klimaschutz vor, das Anwachsen der Solarstrommengen für Ganderkesee und umzu in Form eines Kilowattstunden-Diagramms sichtbar zu machen. So könne ein „sportlicher Aufbruch“ entstehen, der die Lust wecke, selbst in die Stromproduktion einzusteigen. Vordergründig wichtig sei es jedoch, dass Bürger sich überhaupt mit ihrem Stromverbrauch auseinandersetzten.

Genossenschaft möglich

Während Balkonkraftwerke beinahe spielerisch einen individuellen Einstieg in die Stromproduktion bieten, ist ein mittelfristiges Vorhaben der Gemeinschaft Klimaschutz deutlich marktorientierter angelegt. Die Gründung einer Bürgerenergiegenossenschaft könnte der Start für Photovoltaik auf Dächern von Liegenschaften in Gemeindebesitz sein und längerfristig auch Windkraftanlagen einbeziehen. An Enthusiasmus fehlt es nicht. Wohl aber an Kompetenz: „Wir habe viele Spezialisten, es fehlt aber jemand, der alles koordiniert, eine Führungspersönlichkeit“, sagt Lüllmann.

Thorsten Konkel
Thorsten Konkel Redaktion Ganderkesee
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