Ganderkesee - Ob nun bei Glühwein und Spekulatius oder Bratwurst und Bier – viele Ganderkeseer sehnen zum Ende des zweiten Corona-Jahres ein Stückchen Normalität in Form von Weihnachtsmärkten herbei. Auch der Wille der Veranstalter ist da, nach der „Corona-Abstinenz“ in der Adventszeit 2021 endlich wieder solche Angebote machen zu dürfen. Was planen Ganderkesees Vereine und Gastronomen, nachdem das Land seine Corona-Verordnung nun entsprechend lockern will?
Hüttenzauber geplant
Mit ihrem „Hüttenzauber“ bestehend aus Glühwein, Flammkuchen und Live-Musik haben Miriam Müllner und Marco Stubbemann („Flames-Bar“) immer vor dem „Don Gantero“ großen Erfolg gehabt. Nachdem ein Brand das Bahnhofsgebäude im Oktober letzten Jahres schwer beschädigt hatte, wollen sie ihre Hütte nach einjähriger Pause diesmal auf dem Friedrich-Bultmann-Platz vor dem Alten Rathaus aufbauen. „Wir warten noch auf die Genehmigung. Ist sie da, geht es rasch los“, verspricht Stubbemann. Laufe alles nach Plan, öffne der Hüttenzauber wie in alten Zeiten bereits am 15. November und soll erst nach dem „KNUT-schen“ am 9. Januar, dem ersten verkaufsoffenen Sonntag im neuen Jahr, schließen.
Verstärkung durch GGV
Am zweiten Adventswochenende soll der „Hüttenzauber“ auf dem Friedrich-Bultmann-Platz verstärkt werden. Dann nämlich wollen die Faschingsmacher von der Gemeinschaft Ganderkeseer Vereine (GGV) – genauer deren Förderverein der Kinder- und Jugendgarden – dort wieder eine bunte Budenstadt aufbauen. Event immer als große Gelegenheit, um Gelder für die Kinder- und Jugendarbeit des Faschings einzuwerben. Noch seien aber Fragen zu den Regelungen offen. Ein weiteres Angebot im Ortskern wollen die beiden Gastronomen Markus Aksoy („KostBar“) und Tobias Porten („Beef & Beats“) an der Straße Im Knick Gästen in vorweihnachtlicher Feierstimmung vor ihren nebeneinanderliegenden Lokalen machen. An einer Bude mit Glühweinausschank werde derzeit noch geplant, gab Aksoy einen kurzen Ausblick.
Hoffnung auf Lockerung
Auf eine lockere Coronaverordnung wird derzeit in Bookholzberg gehofft: „Wir sind im Vorstand weiter in der Abstimmung“, nennt Dietmar Mietrach, Vorsitzender des Vereins „Wir in Bookholzberg“, den aktuellen Stand.
Wegen der vom Land bislang wohl geforderten Absperrungen mit Zugangskontrollen sowie Sicherheits- und Hygienekonzepten ließe sich ein großer Markt auf dem Kirchplatz in gewohntem Rahmen kaum organisieren, dämpft Mietrach die Erwartungen ein wenig.
Hohe Kosten drohen
Dagegen spricht: „Unsere Schausteller haben bisher nie Gebühren zahlen müssen, andererseits sind eine Einzäunung und ein Sicherheitsdienst sehr teuer.“ Auch sei die Organisation schwierig. Mietrach: „Nur mit ehrenamtlich tätigen Vereinsmitgliedern bekommen wir das nicht hin.“ Bereits abgesagt ist der Markt beim Autohaus Hoppe in Ganderkesee. Die Großveranstaltung lief in der Vergangenheit stets in Zusammenarbeit mit der Tischlerei Sandkuhl ab.
