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Bundesfreiwilligendienst in Ganderkesee So helfen „lüttje Ganter“ bei der Berufswahl

Ganderkesee - Für Moesha Hartung ist der Plan aufgegangen: Nach fast einem Jahr als Bundesfreiwilligendienstleistende in der Kita Lüttje Ganter hat die 18-Jährige ein berufliches Ziel. Ihre Zweifel, ob sie Bankkauffrau oder lieber Erzieherin werden soll, sind beseitigt. „Ich fange tatsächlich dieses Jahr noch meine Ausbildung zur sozialpädagogischen Assistentin an. Mein Ziel ist es jetzt, Erzieherin zu werden“, sagt die Ganderkeseerin.

Online-Bewerbung möglich

Bis zum 27. Juni läuft die Bewerbungsfrist für die Stellen bei der Gemeinde Ganderkesee im Bundesfreiwilligendienst noch. Abweichende Zeiträume können unter t  0 42 22/4 41 17 abgestimmt werden.

Das monatliche Taschengeld beträgt 372 Euro. Die genauen Profile der von der Gemeinde Ganderkesee angebotenen Stellen, die alle auf ein Jahr befristet sind, finden sich im Bewerberportal der Gemeinde. Dort sind auch Online-Bewerbungen möglich.

Nicht nur für Moesha Hartung, sondern auch für weitere Bundesfreiwilligendienstleistende sucht die Gemeinde Ganderkesee zum 1. August Nachfolger. Insgesamt sechs „Bufdi“-Stellen sind in den Bereichen Kindertagesstätten, Jugendpflege und Kultur zu besetzen. „Ich würde definitiv allen, die sich in ihrer Berufswahl noch nicht sicher sind, einen Bundesfreiwilligendienst empfehlen“, so Moesha Hartung. „Das ist eine Entscheidung fürs Leben, da reicht ein zweiwöchiges Schulpraktikum oft nicht aus.“

Wie sieht die Tätigkeit in den Kitas aus ?

Vier Stellen gibt es in den Kitas Habbrügger Weg und Lüttje Ganter (beide im Ort Ganderkesee) sowie Schatzinsel in Hoykenkamp. „Im Mittelpunkt steht jeweils die Betreuung von Kindern im Alter von drei Jahren bis zur Einschulung, die einen erhöhten Förderbedarf haben“, erläutert Karen Becker, Fachdienstleiterin Kindertagesstätten im Rathaus. „Die Bundesfreiwilligendienstleistenden werden in den Tagesablauf eingebunden und helfen den Kindern auch bei der Einnahme von Mahlzeiten und bei Fördermaßnahmen.“ Leichte pflegerische Hilfsmaßnahmen sowie hauswirtschaftliche und handwerkliche Tätigkeiten gehören ebenfalls zum Aufgabenspektrum.

Voraussetzung seien Interesse und Freude am Umgang mit Kindern. Auch gegenüber Kindern mit Beeinträchtigung oder Migrationshintergrund sei eine offene Einstellung unabdingbar. Teamfähigkeit und Kontaktfreudigkeit sowie ein freundliches Auftreten würden ebenfalls erwartet. „Wichtig ist es auch, für die Kinder ein gutes Vorbild zu sein“, betont Karen Becker.

Wo werden „Bufdis“ in der Jugendpflege tätig ?

Eine Stelle ist im Bereich der Jugendarbeit zu besetzen. Einsatzorte sind die Jugendzentren Trend (Ganderkesee), Horst und Kaffeepott (Bookholzberg) sowie bei Bedarf die beiden Oberschulen der Gemeinde und das Rathaus. Die wöchentliche Arbeitszeit beträgt 39 Stunden, aber auch Teilzeit ist möglich.

„Aufgabe ist es, die Kinder und Jugendlichen in den Jugendzentren bei einer sinnvollen Freizeitgestaltung zu unterstützen und kreativ daran mitzuwirken“, erläutert Gemeindejugendpflegerin Hille Krenz. Auch individuelle Einsätze zur Unterstützung im Rathaus seien möglich. „Einstellungsvoraussetzung sind in erster Linie Interesse und Freude am Umgang mit Kindern und Jugendlichen, Teamfähigkeit und Kontaktfreudigkeit sowie natürlich ein freundliches Auftreten“, so Hille Krenz.

Was kommt auf „Bufdis“ in der Kulturarbeit zu ?

Auch die frei werdende Stelle im Kulturbereich ist bei einer Wochenarbeitszeit von 39 Stunden teilzeitgeeignet. Zu den Aufgaben gehören unterstützende Tätigkeiten in der Bürokommunikation, bei der Datenpflege und im Marketing. „Dazu kommen aber auch interessante Aspekte wie das Arbeiten im Social-Media-Marketing und im Veranstaltungsmanagement“, erklärt Kulturmanagerin Marjet Melzer-Ahrnken. Denkbar sei auch, dass der oder die Bundesfreiwilligendienstleistende ein eigenes Projekt gestalte.

Vorausgesetzt werden Interesse an Kultur und Veranstaltungen, gute Kommunikationsfähigkeit und Freude am Umgang mit Menschen, eine strukturierte und selbstständige Arbeitsweise sowie die Bereitschaft, zeitlich flexibel zu arbeiten – etwa abends oder am Wochenende. Das Aufgabenprofil könne je nach Interesse und Vorbildung mitgestaltet werden, betont die Kulturbeauftragte. Reizvoll aus ihrer Sicht: die Arbeit im Team und Kontakte zu Kulturschaffenden und Gästen.

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