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Erdbeersaison Beginnt In Ganderkesee Beeren gibt’s auch wieder zum Selbstpflücken

Ganderkesee - Mit dem Ende des Frühlings wird die Erdbeerzeit eingeläutet. Auf dem Hof von Markus Wempe werden die roten Beeren jetzt schon im Folientunnel geerntet, auf den Freilandfeldern reifen die Pflanzen dagegen noch. Dort ändert sich in diesem Jahr allerdings einiges, denn Wempe bietet nach mehrjähriger Pause wieder Erdbeeren zum Selbstpflücken an. Und das ist nicht die einzige Neuerung auf den Feldern.

Optimistisch in die Saison

Grundsätzlich läuft das Geschäft mit Spargel und den ersten Erdbeeren gut, bestätigt Wempe. „Wir hatten Angst vor Corona, aber die Kunden sind trotzdem gekommen.“ Die lange Schließung von Gastronomien habe er überraschend gut verwinden können. „Die Leute gönnen sich jetzt öfter mal was, vielleicht auch, weil sie nicht in den Urlaub fahren können“, vermutet der Hofbetreiber. Für die Erdbeersaison zeigt er sich deshalb optimistisch. „Vom Wetter her ist das in Ordnung. Die größten Früchte werden es sicher nicht, aber wir hatten zuletzt ja etwas Regen.“ Eine Hitzewelle wäre zum jetzigen Zeitpunkt für ihn sogar nachteilig: „Dann würden die Erdbeeren alle auf einmal reifen, jetzt haben wir dagegen ein größeres Zeitfenster.“

Anfang Juni will Wempe das Selbstpflücken anbieten. Gründe dafür gibt es mehrere, primär sei es aber das Interesse der Kunden gewesen, berichtet er. „Die Leute haben uns mehrfach darauf angesprochen.“ Das sei in der Vergangenheit nicht immer so gewesen, weil die potenzielle Kundschaft sich oft mit Ware aus dem Supermarkt begnügt hat. „Jetzt gibt es aber ein verstärktes Interesse daran, wie Obst und Gemüse vor Ort wächst“, beobachtet Wempe. Ein Trend, der durch die zunehmenden Lockerungen in der Corona-Krise sicherlich verstärkt werde.

Nachdem eine kleine Testfläche im letzten Jahr gut angenommen wurde, entschloss Wempe sich, seine Freilandfläche am Schlutterberg zum Selbstpflücken zu öffnen. Die Nachfrage werde letztendlich den Umgang des Angebots bestimmen, denn: „Wir pflücken währenddessen ja auch mit unseren eigenen Leuten weiter.“ Eines der Holzhäuschen, das zur Einhaltung der Abstandsregeln am Hofladen in Neu-Holzkamp aufgebaut wurde, wird dann bis Ende Juli aufs Erdbeerfeld umziehen. Die genauen Uhrzeiten stehen noch nicht fest, ein Verkauf soll aber – bei guter Witterungslage – ganztägig erfolgen, nur sonntags wird es verkürzte Zeiten geben.

Neue Sorten angebaut

Nicht nur das Format, auch die Erdbeeren selbst ändern sich in dieser Saison, denn Wempe will weniger „Supermarktware“ anbieten. „Wir haben neue Sorten angepflanzt, die sowohl früh als auch spät reifen.“ Er hebt besonders Malwina hervor, eine späte Erdbeere mit sehr dunklen Früchten. „Die ist aromatisch, hält sich im Kühlschrank aber nicht so lange wie die üblichen Sorten“, erklärt Wempe. Bei selbstgepflückten Erdbeeren sei das aber kein Problem.

Neben Himbeeren wird es in diesem Jahr bei Wempe zusätzlich auch Heidelbeeren geben – auch zum Selbstpflücken. „Die wurden letztes Jahr gepflanzt und blühen bereits gut“, so der Hofbetreiber. Eigentlich seien die Sträucher erst nächstes Jahr so weit, im kleinen Rahmen soll eine Heidelbeerernte aber auch schon in diesem Jahr möglich sein.

Erdbeeren jetzt teurer?

Durch die Corona-Krise und gestiegene Kosten für Anreise und Unterbringung von Erntehelfern stehen auch bei Erdbeeren Preissteigerungen im Raum. „Wir müssten durch den gesteigerten Aufwand mehr nehmen, aber die großen Ketten werden da nicht mitmachen“, sagt Wempe. Wie teuer das Selbstpflücken letztendlich wird, will er noch bekanntgeben. „Freilanderdbeeren werden wohl etwas teurer, aber nicht viel.“ Details gibt es Anfang Juni auf der hofeigenen Webseite:

Arne Haschen
Arne Haschen Digitalteam Wesermarsch
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