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Gewerbeentwicklung in Ganderkesee BBM-Bau- und Gartenmarkt will neu bauen und wachsen

Bekenntnis zum Standort: Vor dem Gebäude der BBM-Zentralverwaltung (links im Hintergrund) informierte Geschäftsführer Sebastian Weitz (2. von links) die Vertreter der FDP und Bürgermeisterkandidat Henry Peukert (3. von rechts) über die Neubaupläne in Ganderkesee.

Bekenntnis zum Standort: Vor dem Gebäude der BBM-Zentralverwaltung (links im Hintergrund) informierte Geschäftsführer Sebastian Weitz (2. von links) die Vertreter der FDP und Bürgermeisterkandidat Henry Peukert (3. von rechts) über die Neubaupläne in Ganderkesee.

Ganderkesee - „Wir haben seit Jahren immer wieder erweitert – jetzt geht hier gar nichts mehr“, sagt Sebastian Weitz, Geschäftsführer der BBM-Baumärkte, und deutet aus dem Fenster der Zentralverwaltung im Gewerbegebiet Bookhorn. Vor Jahren habe das Unternehmen schon einmal eine Straße verlegen lassen, um mehr Platz zu gewinnen. Das komme nun nicht mehr infrage.

Grundstein gelegt

Gleich nach der Wiedervereinigung legte der Wildeshauser Herbert Weitz den Grundstein der BBM-Baumärkte mit zwei Standorten in Ostdeutschland. Der Markt in Parchim existiert bis heute. Nach einigen Jahren verlagerte sich der Fokus auf Norddeutschland. Heute betreibt das Unternehmen neun Märkte – 2020 fanden, mitten in der Pandemie, Neueröffnungen in Rhauderfehn und Barsinghausen (Ersatzbau) statt.

In Ganderkesee vertreten ist BBM seit 1991, hier befindet sich auch die Zentralverwaltung. 6000 Quadratmeter umfasst die mehrfach erweiterte Verkaufsfläche im Gewerbegebiet Bookhorn. Die Geschäftsführung des Unternehmens mit insgesamt 300 Mitarbeitern, davon 60 in Ganderkesee, liegt seit acht Jahren in Händen der Söhne des Unternehmensgründers, Sebastian und Jan-Mark Weitz.

Etwa drei Hektar Fläche sucht das Unternehmen für einen Neubau von Baumarkt und Gartencenter – in ähnlich prominenter Lage wie aktuell, direkt an der Oldenburger Straße. Doch der Standort Ganderkesee stehe nicht infrage, wie Weitz am Dienstag bei einem Wahlkampf-Besuch von Vertretern der Ganderkeseer FDP zusammen mit dem von FDP und Linken unterstützten, parteilosen Bürgermeisterkandidaten Henry Peukert deutlich machte. „Wir sehen uns als Nahversorger“, sagt Weitz. BBM richte seinen Fokus auf Kommunen der Größenordnung von 15 000 bis 30 000 Einwohnern.

Mehr Platz erforderlich

Unter Druck stehe man bezüglich des geplanten Neubaus noch nicht, betont der BBM-Chef. „Wir haben hier Eigentum und haben immer alles gut in Schuss gehalten.“ Doch es werde mehr Verkaufs- und damit verbunden mehr Parkfläche benötigt. Statt der aktuell 6000 Quadratmeter würden 8000 bis 9000 benötigt – dieser Größenordnung entspricht auch der derzeit größte BBM-Markt. Eine konkrete Idee, wo in Ganderkesee sich die Wunschvorstellungen umsetzen lassen, gibt es laut Weitz bislang nicht. Man befinde sich aber in „einem guten Austausch“ mit Peter Meyer, Leiter des Fachbereichs Gemeindeentwicklung im Rathaus.

Mitarbeiter gesucht

Bis die Bagger anrollen, dürfte auch die Berg-und-Talfahrt überwunden sein, in der sich BBM derzeit pandemiebedingt befindet. Auf ein wirtschaftlich erfolgreiches Jahr 2020, in dem der Verkauf nur kurze Zeit ruhen musste und viele das Heimwerken und Gärtnern für sich entdeckten, folgte 2021 mit langen Schließungen, Kurzarbeit für die Mitarbeiter und explodierenden Baustoffpreisen. Das Kurzarbeitergeld habe das Unternehmen im ersten Jahr auf 100 Prozent, im zweiten auf 80 Prozent aufgestockt, so Weitz. Die Notwendigkeit, Mitarbeiter und Fachkräfte zu halten, ist wie überall im Einzelhandel groß: „Auf eine Stellenanzeige hat mein Vater früher einen Wäschekorb voll Zuschriften bekommen – heute kommen vielleicht drei bis fünf Bewerbungen.“

Karoline Schulz
Karoline Schulz Redaktion Ganderkesee
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