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Grundschule Dürerstraße in Ganderkesee Elterntaxis sind immer wieder Thema

Mittags wird es vor der Grundschule Dürerstraße voll: Abfahrende Autos und Kinder treffen dort aufeinander.

Mittags wird es vor der Grundschule Dürerstraße voll: Abfahrende Autos und Kinder treffen dort aufeinander.

Ganderkesee - Eigentlich ist in der Dürerstraße nicht viel los. Doch wenn die Grundschule mittags Schulschluss hat, wird es voll: Autos fahren durch die verkehrsberuhigte Straße und suchen einen Parkplatz in den angrenzenden Wohnstraßen. Viele Wagen halten auch direkt zu beiden Seiten der Dürerstraße – selbst vor den Baucontainern, die dort zurzeit stehen. Dann kommen die Kinder: Auf Fahrrädern, mit Rollern und zu Fuß verlassen sie um kurz nach 13 Uhr das Schulgelände. Die Dürerstraße füllt sich mit abfahrenden Autos und Grundschülern, die sie überqueren wollen.

Eltern informiert

Die Situation vor der Grundschule hat in den sozialen Netzwerken zu einer hitzigen Debatte geführt: „Es ist wirklich eine Katastrophe. Die Elterntaxis parken dort, wie sie wollen“, heißt es in einem Beitrag. Das Problem, dass Eltern ihre Kinder mit dem Auto sicher zur Schule bringen wollen und dabei andere Kinder gefährden, ist an vielen Schulen bekannt. Und immer wieder Thema bei Elternabenden und in Elternbriefen: „Wir haben die Eltern gut informiert, wie sie die Schule erreichen können“, sagt Schulleiterin Insa Nessen. Eine Möglichkeit besteht darin, dass beim Bringen und Abholen auf dem Parkstreifen vor dem Stadion am Habbrügger Weg angehalten wird. „Die Kinder können dann durchs Stadion laufen.“ Auch etwas weiter entfernt zu parken und den Rest des Weges zu laufen, ist eine Möglichkeit.

Bau verzögert sich

Beim Neubau an der Grundschule Dürerstraße kommt es zu Verzögerungen. Als Grund nannte Gemeindesprecher Hauke Gruhn Materialengpässe, durch die es zu Schwierigkeiten bei der Koordination der Gewerke komme. Die Bauarbeiten würden sich bis ins nächste Jahr hinziehen. Im Neubau entstehen zwei Fachklassen mit Nebenräumen.

Die Sanierung von Straßen im Malerviertel geht ihrem Ende entgegen. Laut Gruhn sollen die Arbeiten voraussichtlich bis November abgeschlossen sein.

Die Eltern haben Gründe, warum sie ihre Kinder mit dem Auto bringen – besonders an einem Regentag. Da sie ein Kind in der Schule und eins im Kindergarten habe, sei der Weg zu Fuß zu weit, sagt eine Mutter. „Aber ich versuche, in den Seitenstraßen zu parken.“ Er sei sowieso unterwegs gewesen, begründet ein Vater die Autofahrt zur Schule. Außerdem sehen nicht alle die Situation in der Dürerstraße kritisch: Die Autos würden sich ganz gut verteilen, meint eine Mutter, die zu Fuß unterwegs ist.

Zwei Baustellen

Zwei Baustellen tragen dazu bei, dass die Lage im Moment besonders unübersichtlich ist: Die Sanierung der Dürerstraße ist noch nicht ganz abgeschlossen. Und auch die Arbeiten am Erweiterungsbau der Grundschule dauern noch an. „Wir haben uns dazu entschlossen, das Baumaterial im Eingangsbereich der Schule zu lagern“, erläutert Hauke Gruhn, Sprecher der Gemeinde Ganderkesee. Deshalb nutzen viele Kinder einen Weg neben der Turnhalle, um das Schulgelände zu erreichen und zu verlassen. Die Arbeiten im Malerviertel seien aber im November abgeschlossen, sagt Hauke Gruhn. „Dann dürfte sich die Situation deutlich verbessern.“

Aktionen geplant

Die Schule sei im Moment schwer zu erreichen, bestätigt Leiterin Insa Nessen. Trotzdem ist vor den Herbstferien eine Mobilitätswoche geplant, die zum Fahrradfahren und Laufen motivieren soll. Eltern mit Warnwesten sollen eingebunden werden: Sie könnten l andere Eltern ansprechen.

Doch auch Corona wirkt sich aus: Da die Kinder immer noch nach Kohorten aufgeteilt sind, ist es nach Auskunft von Insa Nessen schwieriger, sich für den Weg zu Fuß mit mehreren an den Schulexpress-Stationen zu treffen. Zudem führt Gemeinde-Sprecher Hauke Gruhn an, dass einige Eltern ihre Kinder wegen Corona nicht im vollen Schulbus fahren lassen wollen und sie lieber mit dem Auto zur Schule bringen. Es sei alles nicht so einfach im Moment, sagt Schulleiterin Nessen: „Die Eltern wollen alles richtig machen, damit ihre Kinder nicht völlig verunsichert sind.“

Antje Rickmeier
Antje Rickmeier Redaktion Ganderkesee
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