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NWZonline.de Region

Flieger trotzen der Schlechtwetterfront

25.06.2018

Ganderkesee Das Beste an den Modellflug-Piloten sind – ihre Frauen. Denn die ertragen es großmütig und geduldig, wenn die Männer wieder stundenlang in der Garage verschwunden sind, um zu basteln, zu schrauben und zu testen. Oder wenn sie gar für ein ganzes Wochenende verschwinden, um bei den Jet-Flugtagen in Ganderkesee ihre selbstgebauten Modelle vor Tausenden Zuschauern in den Himmel steigen zu lassen. „Ohne unsere Frauen könnten wir das alles hier gar nicht machen“, meinte Winnie Ohlgart am Sonnabend auf dem Ganderkeseer Flugplatz zu seinem Moderatoren-Kollegen Josef Voss – und viele der knapp 100 Modellflieger, fast alle Männer, teilten wohl die Meinung.

So wie auch Thorsten und Oliver Maszke: „Unsere Frauen sind sehr großzügig, sie haben uns sogar ein 30 Quadratmeter großes Herrenzimmer für unsere Flugzeuge gestattet“, erzählen die 49-jährigen Zwillingsbrüder aus Ganderkesee, die seit 2010 keine Jet-Flugtage verpasst haben. 18 Großmodelle nennen die beiden ihr Eigen, aber sie bauen immer noch neue dazu.

Am Sonnabend hatten die Maszke–Brüder morgens zuerst einen historischen Dreidecker fliegen lassen, am Nachmittag starteten sie dann einen selbstgebauten Doppeldecker: ein Nachbau der amerikanischen Homebuilt-Flieger. Das waren Flugzeuge, die sich in den 50er Jahren Enthusiasten in der eigenen Garage zusammenschrauben konnten. Das 63 Kilo schwere Modell in der Luft zu halten, war gar nicht so einfach. Immer wieder drückten Windböen seitlich gegen Rumpf und Flügel. „Doppeldecker reagieren empfindlich auf Seitenwind“, erklärte Thorsten Maszke.

Weniger Probleme mit den diesmal sehr rauen Witterungsbedingungen hatten die kleineren, schnittigen Düsenjets. So wie die beiden Modelle im Tigerlook von Wolfgang Klühr und Thomas Singer aus der Nähe von Köln. Für ihren Formationsflug, bei dem die dem Eurofighter nachempfundenen Jets mehrfach senkrecht in der Luft standen, erhielten sie viel Beifall.

Den musste das wieder bestens aufeinander eingespielte Moderatoren-Duo Voss/Ohlgart gar nicht erst einfordern. Die beiden Kenner der Szene, die seit Anbeginn die Jet-Flugtage in Ganderkesee kommentieren, führten wieder ebenso launig wie fachkundig durchs Programm. Selbst wenn mal etwas schiefging, begleiteten sie es mit Humor: „Wir sehen hier zwei echte Flugzeugträger“, sagte Ohlgart, als bei einer unsanften Landung ein Fahrwerk brach und das große Airliner-Modell von den Piloten von der Piste geschleppt werden musste.

Voss und Ohlgart hatten auch in diesem Jahr großes Lob parat für das Veranstaltungsgelände: „Für jeden Modellflieger ist dieser Flugplatz ein Paradies!“ Das hörte das Organisatoren-Team um Reinhard Oetken natürlich gern. Aber nicht nur die Treue der Piloten zur Veranstaltung freute Oetken, sondern auch die Publikums-Resonanz. Der Regen am Sonntag verhinderte indes einen noch besseren Besuch. Mehrfach musste der Flugbetrieb kurz unterbrochen werden. Dann gab’s aber immer noch bei den „Hansetruckern“ aus Bremen, die im Hangar Modelle von Baufahrzeugen und Lastern präsentierten, oder bei den Schiffsmodellbauern von der IGS Hunte etwas zu sehen.

Für andere äußere Bedingungen beim nächsten Mal hat Oetken einen Plan: „Wir machen das nicht wieder am gleichen Wochenende mit dem Hurricane-Festival in Scheeßel“, sagte er, „denn das hat immer schlechtes Wetter!“

Video

Hergen Schelling
Agentur Schelling (Leitung)
Redaktion Ganderkesee
Tel:
04222 8077 2741

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Boeing | IGS | Jet-Flugtage

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