Ganderkesee - Landwirte dürften sich freuen: Die Maisernte fällt in diesem Jahr deutlich besser aus als zuletzt. Das zeichnet sich schon gleich zu Beginn ab, berichtet Enno Gramberg, in Ganderkesee Standortleiter der Raiffeisen-Warengenossenschaft Hunte-Weser (RWG). Gramberg gibt sich optimistisch: Nach drei Trockenjahren werde es 2021 auch wieder mehr Körnermais geben.
Beim Stichwort Maisernte hellt sich auch die Stimmung bei Ronald Bredendiek auf. „Die Erträge sind ordentlich, sie liegen über dem Durchschnitt“, stellt der Ganderkeseer Ortslandvolkvorsitzende fest. In gut einer Woche, bei weiter fortschreitender Ernte, werde sich zeigen, ob Ganderkesees Landwirte sich erstmals wieder über eine besonders gute Maisernte freuen dürften.
Bredendiek: „Im Sommer und Herbst gab es viel Regen, auch blieb es eher kühl – das war gut für das Maiswachstum“, sagt er. Die Abreife sei nicht so früh erfolgt wie 2020 – fürs Wachstum also ein echter zeitlicher Vorteil. Der Ortslandvolkvorsitzende erinnert daran, dass Landwirte im Jahr zuvor bereits um den 10. September mit dem Ernten begonnen hatten.
Mais wird in der Region in Form von Silomais zur Viehfütterung oder zur Energiegewinnung in Biogasanlagen genutzt. „Das geschieht etwa im Verhältnis 70 Prozent fürs Futter und 30 Prozent fürs Biogas“, erläutert Bredendiek. Ganze Ernten sind in zurückliegenden Jahren mit geringen Maiserträgen oft zu Silomais verarbeitet worden. Samt Stängeln, Blättern und Kolben wurden Maispflanzen gehäckselt, um überhaupt genügend Grundfutter für Rinder zu gewinnen. 2021 dagegen wird es wohl auch endlich wieder ausreichend Körnermais zur Fütterung etwa von Geflügel oder Schweinen geben.
„Drei bis vier Wochen haben wir damit noch zu tun“, nennt Enno Gramberg die Zeitspanne, bis der Mais geerntet und die Körner getrocknet sind. Beim Silomais sei die Ernte schon eher eingebracht.
