Ganderkesee/Neerstedt - Ein weiteres Heimspiel bestreiten die Handballerinnen der HSG Hude/Falkenburg an diesem Wochenende in der Oberliga. Dagegen wartet auf den TV Neerstedt eine schwere Auswärtsaufgabe.

Wilhelmshavener HV - TV Neerstedt (Samstag, 16 Uhr). Vor einer sehr hohen Hürde stehen die Neerstedterinnen beim Tabellendritten in Wilhelmshaven. Zudem kommt erschwerend hinzu, dass TVN-Trainerin Cordula Schröder-Brockshus mit Kirsten Kurok und Miriam Müsch auf zwei wichtige Spielerinnen verzichten muss. Da die TVN-Reserve fast zeitgleich spielt, wird sie mit einem etwas dünner besetzten Kader an die Jade fahren. Bereits im Hinspiel erwiesen sich die Wilhelmshavenerinnen bei der 19:28-Niederlage als uneinnehmbare Festung. Schröder-Brockshus ist aber der Meinung, dass sich ihr Team seitdem weiter entwickelt hat, außerdem könne man frei aufspielen. Ihr Hauptaugenmerk legt die Trainerin zunächst auf eine stabile Deckung, um die gegnerische Offensive um die Haupttorschützinnen Emma Neumann und Pia Mertens zu bremsen. Dafür sind aber auch konsequente Absprachen notwendig, denn sowohl im 1-1-Spiel als auch nach Kombinationen kommen die Jadestädterinnen immer wieder zu Toren. Außerdem müssen die eigene Angriff konzentriert abgeschlossen werden, um die Gefahr von Tempogegenstößen zu minimieren. Schröder-Brockshus sieht die Gastgeberinnen immer noch als eine der spielstärksten Mannschaften in der Liga, denn es ist von erfahrenen Spielerinnen bis zu den jungen Wilden eigentlich alles vertreten.

HSG Hude/Falkenburg - TuS Jahn Hollenstedt (Sonntag, 16.30 Uhr). Tabellarisch sieht es momentan nach einem Zweikampf an der Spitze zwischen dem VfL Stade (24:4 Punkte) und der HSG Hude/Falkenburg (21:5) aus. Zwei ihrer fünf Minuspunkte kassierten die Landkreislerinnen ausgerechnet gegen ihren kommenden Gegner, denn in Hollenstedt mussten sie sich im Oktober unglücklich mit 20:21 geschlagen geben.

„Diesmal wollen wir es natürlich in eigener Halle besser machen“, so HSG-Trainer Lars Osterloh. Allerdings kann er auch am Sonntag – genau wie in der Hinrunde – nicht seine Bestbesetzung aufs Feld schicken. Neben der schwangeren Saskia Saß fehlen erneut Kreisläuferin Katharina Stuffel und Torhüterin Joy Stüven (beide verletzt). Als zweite Torhüterin würde im Notfall Sandra Peters einspringen, damit Anneke Alfs nicht ganz auf sich allein gestellt ist. Im Hinblick auf die kommenden Spiele ließ Osterloh durchblicken, dass es auch noch eine externe Verstärkung geben könnte.

Gegen die Truppe aus Hollenstedt, die mit 12:14 Punkten Tabellenplatz acht einnimmt, müsse seine Mannschaft vor allem auf das Tempospiel aufpassen. „Das ist deren Hauptwaffe, jeder Fehler wird sofort bestraft“, weiß Osterloh. Vorteile für seine Mannschaft sieht er hingegen aus dem gebundenen Spiel heraus.