Ganderkesee - Das Pfingstturnier der Reiter in Ganderkesee lockte neben den Turnierteilnehmern auch viele interessierte Zuschauer auf das Reitgelände im Donnermoor. Laut Veranstalter sind von Freitag bis Pfingstsonntag rund 4 000 Sportler, Helfer und Gäste vor Ort gewesen.
„Bei unserem Turnier ist für jeden etwas dabei. Von der Führzügel- bis zur Profiklasse werden unterschiedliche Prüfungen angeboten“, zeigte sich der Vereinsvorsitzende Ihno Goldenstein vom Reiterverein Ganderkesee erfreut. Die jüngsten Teilnehmer haben sich bereits mit vier Jahren auf die Rösser getraut. Bei den Führzügelwettbewerben werden die jungen Reiter zusammen mit dem Pferd beziehungsweise dem Pony von einer Begleitperson geführt.
Lange Vorbereitungszeit
Die Vorbereitungen für das Turnier liefen nach Aussagen des Vereinschefs bereits seit Monaten. „Mit dem Aufbau haben wir zehn Tage vorher angefangen“, so Goldenstein. Nach dem letzten Pfingstturnier 2019 haben die Reiter im August 2021 ein kleines Turnier angeboten, um die Vereinsmitglieder wieder zusammenzubringen. Die Bedingungen diesmal bei der Neuauflage des großen Turnier unter dem freien Himmel hätten kaum schöner sein können, resümierte Ihno Goldenstein. Bei der Organisation und der Durchführung war der gesamte Verein involviert, lobte der Vorsitzende seine ehrenamtlichen Helfer. Die Turnierteilnehmer kamen aus der Nähe von Oldenburg, Bremen, Delmenhorst und dem Landkreis Diepholz. Für das gesamte Pfingstturnier seien rund 1 300 Nennungen zusammengekommen. Und auch über die sehr gute Starterfüllung freute sich der Verein.
Showprogramm
Für den Samstagabend organisierten die Veranstalter ein Showprogramm. Zum Elektrobullenreiten hatten sich zehn Mannschaften mit jeweils drei Personen angemeldet. Gewonnen hat die Mannschaft, die den Bullen am längsten bezwingen konnte. Die beste Zeit errang das Team vom Reitverein Höven. Als Hauptpreis haben die „Bullenbezwinger“ einen Gasgrill gewonnen.
In dem Mannschaftswettbewerb der Dressurprüfung Klasse A erreichten die Ganderkeseer mit einer Wertung von 7,7 vor dem Reit- und Fahrverein Knyphausen mit einer Wertnote von 7,5 und hinter dem Reitverein Höven mit einer 8,2, den zweiten Platz. „Die Mädels waren deutlich besser als beim Üben“, so die Mannschaftsführerin Jenny Tönnies. Auf den Pferden saßen Carolin Tönnies, Pia Betten, Paulina Krolikowski sowie Marie Bergmann. Von den Punktrichtern hat die Mannschaft zwei Hinweise erhalten: „Neben einem kleinen Fehler mangelte es lediglich ein wenig an der Synchronität. Ansonsten hat es der Jury gut gefallen“, fasste Jenny Tönnies die Einschätzung der Punktrichter zusammen.
Gute Platzierungen
Bei der Springprüfung Klasse L sicherte sich Jara Seeberger auf Calatea mit einer Zeit von 57,15 den dritten Platz. Knapp dahinter auf den vierten Platz folgte mit 57,73 die Vereinskollegin Lea Oetken auf Mowgli. Sandra Wilharm vom Reitverein St. Hubertus Garrel war die Siegerin in der Springprüfung der Klasse S. Auf Crush Boy erreichte sie die Bestzeit von 38,65. Insgesamt hatte der RV Ganderkesee 47 Prüfungen in springen und Dressur über die drei Turniertage ausgeschrieben - wobei sich auch die Gastgeber über zahlreiche weitere vordere Platzierungen freuten.
Für das laufende Vereinsjahr machte der Vorsitzende noch auf ein anstehendes Jubiläum aufmerksam: „Das Ringstechen wird in diesem Jahr Ende Oktober in Ganderkesee stattfinden.“
