Ganderkesee - Der Name ist neu – viele Themen nicht: Zu den Punkten, die der neu gebildete Ausschuss für Infrastruktur und Mobilität des Gemeinderats Ganderkesee, eine Fortentwicklung des früheren Fachausschusses für Straßen und Verkehr, an diesem Mittwoch behandeln wird, gehört auch die lange Debatte um das von der UWG geforderte Tempolimit auf der Wittekindstraße. Die öffentliche Sitzung beginnt um 18 Uhr im Sitzungssaal des Rathauses.
Schwächere schützen
Um die Straße im Ort Ganderkesee, die auch von vielen radelnden Schülern oder Pendlern genutzt wird, vor allem für die schwächeren Verkehrsteilnehmer sicherer zu gestalten, hatte die Fraktion der UWG in der letzten Ratsperiode ihren Antrag aus dem Jahr 2020 auf eine Tempo-30-Zone von der Urneburger bis zur Grüppenbührener Straße erneuert. Zusätzlich soll dort – in Absprache mit den Anwohnern der Wittekindstraße – eine Einbahnstraßenregelung eingeführt werden. Insbesondere für die Friedhofsbesucher sei dort kein sicheres Ein- und Ausparken mehr möglich, betonte die UWG erneut.
Die Verwaltung bleibt in ihrer Beschlussempfehlung dennoch bei ihrer Ansicht, dass die rechtlichen Voraussetzungen dazu nicht gegeben sind.
Seit Prüfung des ersten Antrags habe sich die Verkehrssituation dort kaum verändert. In den letzten Jahren habe es nur vereinzelt Unfälle gegeben, die seien zudem nicht auf überhöhte Fahrgeschwindigkeiten zurückzuführen. Eine Reduzierung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit lasse sich somit nicht rechtfertigen.
Hoffen auf Radschnellweg
Tempo 30 anzuordnen, das sei nur möglich, sollte der lange in Rede stehende Radschnellweg zwischen Bremen und Delmenhorst verwirklicht werden. Weil die Rad-Pendler-Verbindung auch die Bahnhöfe Ganderkesee und Delmenhorst verbinden soll, läge die Wittekindstraße genau auf dieser Route. Dann wäre eine Reduzierung auf Tempo 30 im besagten Teilstück sogar anzuordnen. Auch dann allerdings scheint eine Einbahnstraßenlösung unmöglich: Zwei anliegende Gewerbetreibende haben sich laut Verwaltung bereits eindeutig gegen eine solche Regelung gestellt.
Auch um die Ansätze für den Haushalt 2022 im Fachbereich Straßen und Verkehr, Tiefbau geht es im Ausschuss.
