Ganderkesee - Es bleibt äußerst spannend an der Tabellenspitze der Handball-Oberliga der Frauen: Während sich die HSG Hude/Falkenburg am Sonntagnachmittag in ihrem Heimspiel gegen die SG Findorff schadlos hielt und mit 24:17 (10:7) letztendlich souverän gewann, büßte diesmal Spitzenreiter VfL Stade beim 24:24 in Dinklage einen Zähler ein. Mit 22:4 Punkten bleibt Stade auf Rang eins vor Hude/Falkenburg (21:5).

„Es war für uns das Spiel, das wir in dieser Intensität auch erwartet hatten“, meinte HSG-Trainer Lars Osterloh nach dem Arbeitssieg gegen die Bremerinnen. „Findorff ging phasenweise bis an die Grenze des Erlaubten. Davon haben wir uns aber nicht beeindrucken lassen“, ergänzte er. Lediglich in der Anfangsphase benötigen die Gastgeberinnen scheinbar etwas Zeit, um sich zurechtzufinden. Nach einem 3:4-Rückstand reagierte Osterloh und stellte seine Abwehr vom 6:0- auf ein 5:1-System mit Malin Blankemeyer auf der Deckungsspitze um. Fortan lief es direkt besser für die Gastgeberinnen, die einige Ballgewinne generierten und diese häufig über das Tempospiel zu Toren nutzten. Außerdem zeigte sich Rückraumspielerin Lisa-Marie Hillmer nach auskurierter Verletzung schon wieder in blendender Verfassung, nutzte immer wieder die sich bietenden Lücken und avancierte am Ende mit sieben Treffern zur besten HSG-Werferin.

Mit einem energischen Zwischenspurt gelang der Heimmannschaft vier Minuten vor dem Seitenwechsel eine Vier-Tore-Führung (9:5). Diese schmolz zu Beginn des zweiten Abschnitts zwar kurz auf zwei Tore (12:10/32.), doch die HSG stabilisierte sich schnell wieder. Als Michaela Stahlkopf per Siebenmeter das 16:11 erzielte und wenig später Ronja Engel per Doppelpack sogar auf 18:11 (43.) erhöhte, waren die Weichen gestellt. Für die höchste Führung sorgte Amelie Bredehorst mit dem 22:13 in der 50. Minute.

Neben der guten Angriffsleistung von Hillmer lobte Osterloh insbesondere seine Abwehr, die im Zusammenspiel mit Torhüterin Anneke Alfs nur 17 Gegentore zuließ. „Es war eine gute, engagierte Leistung“, fasste er zusammen.

Michael Hiller
Michael Hiller Redaktion Wildeshausen (Lokalsport)