Ganderkesee - Der diesjährige November präsentierte sich insgesamt recht sonnenscheinarm. Der Monat brachte der Region um die Gemeinde Ganderkesee zudem auch wenige Niederschläge, das hat das Wetterkontor in Ingelheim festgestellt, das jeden Monat im Auftrag der NWZ das Wetter in und um Ganderkesee analysiert. Damit stand der November seinen Vormonaten Oktober und September, was Trockenheit und Wärme über dem Mittel betrifft, in nichts nach.
Böden zu trocken
Das hat auch Einfluss auf die Pflanzenwelt: „Wir beobachten seit Jahren, dass die Böden zu trocken sind“, sagt Gartenbauer Bernd Gillerke, der mit seiner Frau Meike seit 1990 in Bookholzberg eine Baumschule betreibt. Beim Anlegen von Gärten verlangten Gillerkes Kunden inzwischen immer häufiger den Einbau von Bewässerungsanlagen, da der Grundwasserpegel gesunken sei.
Eines habe sich jedoch nicht geändert: „Herbstzeit ist Pflanzzeit“, sagt der Gartenprofi. Denn entgegen der Meinung, dass man Pflanzen am besten im Frühjahr einbringt, sei die optimale Pflanzzeit erst ab Ende Oktober. Gillerke: „Es kann bis in den Winter hinein gepflanzt werden, solange der Boden nicht gefroren ist.“
Gerade jetzt pflanzen
Bei diesem Wetter im Garten zu arbeiten, mag so manchem Menschen nicht gefallen. Pflanzen dagegen gefällt es: „Ein großer Vorteil gegenüber der Frühjahrspflanzung ist, dass zum Beispiel im Herbst gepflanzte Bäume dann am neuen Standort mit einem Entwicklungsvorsprung ins trockene Frühjahr gehen. Denn sie konnten ja schon den ganzen Winter über gut einwurzeln“, erklärt Gillerke.
Doch zurück zum Wettergeschehen: Tiefdruckgebiete machten im November nach den Aufzeichnungen des Wetterkontors oft einen Bogen um Mitteleuropa, hoher Luftdruck dominierte das Wettergeschehen. Die Temperaturen bewegten sich größtenteils im für den November typischen Bereich. Im ersten Drittel wurde die 10-Grad-Marke noch regelmäßig überschritten, auch vom 18. bis 21. November war es noch mal milder. Dabei wurde am 19. November mit 13,2 Grad auch der Höchstwert des Monats gemessen. Ansonsten lagen die Temperaturen meist im Bereich zwischen 5 und 10 Grad. Kälter war es dagegen im letzten Drittel, als polare Luftmassen ins Land flossen.
So wurden am 27. November tagsüber nur 4,1 Grad gemessen. An zwei Tagen im November sanken die Temperaturen unter den Gefrierpunkt, am kältesten war es mit minus 0,8 Grad am 22. November. Mit einer mittleren Temperatur von 6,8 Grad lag der November 1,3 Grad über dem langjährigen Mittel der Jahre 1981 bis 2010. Der Monat fiel deutlich trockener als im langjährigen Durchschnitt aus.
Wieder wenig Regen
Mit 23,5 Litern pro Quadratmeter kamen nur 41 Prozent des Klimamittels vom Himmel. Am meisten Niederschlag gab es mit 6,2 Litern am 6. November. Vor allem im zweiten Monatsdrittel war es oft trüb durch zähen Nebel oder Hochnebel, aber auch sonst hatte es die Sonne recht schwer. So lag die Sonnenscheindauer mit knapp 46 Stunden am Ende ganze 15 Prozent unter dem Sollwert.
