Ganderkesee - Mit einem von ihnen selbst organisierten Spendenlauf haben Schüler und Schülerinnen der Klasse 8a am Gymnasium Ganderkesee jetzt die Opfer der verheerenden Erdbeben in der Türkei und in Syrien im Februar dieses Jahres unterstützt. Die Erdbeben zählen zu den schlimmsten Naturkatastrophen der letzten hundert Jahre. Mehr als 57.000 Menschen starben dabei.

Als die Schülerinnen und Schüler davon erfuhren, löste das bei ihnen große Betroffenheit und Trauer aus: „Wir haben das im Fernsehen und in sozialen Medien gesehen, das hat uns so leid getan“, blickte Achtklässlerin Vanessa Klippert am Dienstag bei der Bekanntgabe des Spendenbetrags zurück. Vanessa und ihre Mitschülerin Jolina Pawlowski hatten den Anstoß zu dem Lauf gegeben. „Wir wollten unbedingt einen Weg finden, dass die Menschen wieder ihre Häuser aufbauen können“, sagte Jolina.

Wegen Terminschwierigkeiten und aufgrund des verregneten Sommers sei es erst vor den Sommerferien gelungen, den Lauf zu organisieren, berichtete Klassenlehrerin Sirkka Lachmann, die an der einstündigen Veranstaltung ebenso teilnahm wie Co-Klassenlehrer Lars Hinrichs. In nur 60 Minuten bewältigten die Teilnehmer gemeinsam 157,20 Kilometer, sie konnten dank der Spenden aus dem Familien- und Freundeskreis damit genau 664,85 Euro sammeln. Besonders laufstark zeigten sich Ismail Samman, Martje Cording und Louisa Kutsche, die in der einen Stunde jeweils rund zehn Kilometer zurücklegten. Die Einnahmen des Spendenlaufs hat Klassenlehrerin Lachmann bereits an das Bündnis „Aktion Deutschland hilft“ überwiesen. Deshalb gab es am Dienstag auf dem Campus vor dem Gymnasium nur eine symbolische Bekanntgabe.

Thorsten Konkel
Thorsten Konkel Redaktion Ganderkesee