Navigation überspringen
nordwest-zeitung
Abo-Angebote ePaper Newsletter App Prospekte Jobs Immo Trauer Shop

Zwischen Corona und Inflation So läuft das Weihnachtsgeschäft in Huder Gaststätten

Hier gibt es auch Weihnachtsmenüs außer Haus: das Vielstedter Bauernhaus.

Hier gibt es auch Weihnachtsmenüs außer Haus: das Vielstedter Bauernhaus.

Archiv/Heiner Elsen

Hude/Wüsting - Schmerzlich vermisst haben Betriebe, Vereine, aber auch Privatpersonen zwei Jahre lang ihre Weihnachtsfeiern. Aufgrund strenger Coronamaßnahmen fielen diese nämlich größtenteils flach. Doch jetzt, wo weitgehend ohne Einschränkungen gefeiert werden kann, macht sich die Sorge vor inflationsbedingter Preissteigerung breit. Ob darunter die Lust auf Weihnachtsfeiern leidet und was sie für das Weihnachtsgeschäft geplant haben, erzählen drei Gastronomen aus Hude und der Umgebung.

Vielstedter Bauernhaus

Im Vielstedter Bauernhaus seien Weihnachtsfeiern zwar noch nicht ausgebucht – der erste Weihnachtstag allerdings schon –, aber gut gefragt, erklärt Katrin Strackerjan, die in der Huder Gaststätte arbeitet. „Ich habe das Gefühl, dass die Menschen es nach zwei Jahren zu schätzen wissen, dass sie wieder zusammen feiern können“, sagt sie. Doch auch im Vielstedter Bauernhaus mussten die Preise erhöht werden. Strackerjan: „Ich denke, dass davor keiner mehr die Augen verschließen kann.“ So würden Gäste auch verständnisvoll auf höhere Preise reagieren. „Das ist ja keine Überraschung. Man bemerkt ja schon beim Einkaufen, dass viele Lebensmittel mehr als doppelt so teuer geworden sind“, sagt sie.

Preissteigerungen habe sie vor allem bei regionalen Gänsekeulen und -brust bemerkt, die zu Weihnachten auch als Außer-Haus–Menü angeboten werden. Deshalb haben sich Mitarbeiter der Gaststätte überlegt, mit Ochsenbacken und Rouladen zusätzlich preisgünstigere Menüs als Alternative anzubieten.

Nordenholzer Hof

Die Gaststätte Nordenholzer Hof in Hude ist nahezu ausgebucht. „Es ist vielleicht ein Hauch weniger als vor Corona, aber trotzdem sind wir so gut wie voll“, sagt Prokuristin Sarah Michel. Auch sie habe das Gefühl, dass Menschen große Lust auf eine besinnliche Weihnachtszeit haben. Sie kann sich vorstellen, dass bei Gästen auch der Gedanke mitschwingen könnte, sich noch einmal etwas gönnen zu wollen, bevor im nächsten Jahr Nebenkostenabrechnungen eintrudeln werden. Michel: „Wir merken aber echt, dass die Menschen wieder heraus wollen und gute Stimmung erleben wollen.“

Sie könne aber durchaus nachvollziehen, dass das nicht jeder so sieht und aus Vorsicht vor einer Corona-Ansteckung lieber auf den Restaurantbesuch verzichtet. Deshalb bietet der Nordenholzer Hof auch in diesem Jahr wieder ein weihnachtliches Drei-Gänge-Menü für zu Hause an. Preislich könne der Nordenholzer Hof noch nahezu das Vor-Corona-Niveau halten – das sei allerdings nicht ganz einfach, erklärt die Prokuristin. Michel: „Das ist schon eine echte Herausforderung. Deshalb versuchen wir unsere Kalkulation einfach immer weiter zu optimieren.“

Gaststätte zur Krone

Auch in der Gaststätte zur Krone wird es ein Weihnachtsangebot geben. Es gibt bereits einige Vorbestellungen für Weihnachtsfeiern, jedoch könne vor allem aus personellen Gründen nicht jede Feier umgesetzt werden, erklärt Geschäftsführer Wolfgang Mertins. „Wir würden liebend gern mehr machen, aber leider haben wir, wie so viele andere auch, mit Personalmangel zu kämpfen“, sagt er. Doch der Restaurantbetrieb an sich laufe normal weiter, erklärt er.

Bis Weihnachten werden also immer wieder Gesellschaften ihre Weihnachtsfeier in der Oberhauser Gaststätte feiern. Auf einen Besuch am ersten und zweiten Weihnachtstag müssen sie jedoch verzichten – denn auch in diesem Jahr wird das Restaurant geschlossen bleiben. Mertins: „Das machen wir schon lange Zeit so. Wir arbeiten das ganze Jahr, dann möchten auch wir Weihnachten Zeit für die Familie haben.“

Christin Hufer
Christin Hufer Redaktion Wildeshausen
Themen
Artikelempfehlungen der Redaktion
Dortmunds Karim Adeyemi (Mitte l) in Aktion. Der BVB setzt sich ein zweites Mal gegen Paris Saint-Germain durch und steht damit im Finale der Champions League.

SIEG GEGEN PARIS SAINT-GERMAIN Dortmund steht im Finale der Champions League

Heinz Büse Jan Mies
Paris
Ein Wahlplakat des sächsischen SPD-Spitzenkandidaten zur Europawahl, Matthias Ecke hängt an der Schandauer Straße im Stadtteil Striesen an einem Laternenmast. Der sächsische SPD-Spitzenkandidat zur Europawahl, Matthias Ecke, ist beim Plakatieren im Dresdner Stadtteil Striesen angegriffen und schwer verletzt worden. Beim Befestigen von Wahlplakaten am späten Freitagabend schlugen vier Unbekannte auf den 41-Jährigen ein, wie Polizei und Partei am Samstag mitteilten.

SCHUTZ VON POLITIKERN Innenminister wollen schärfere Strafen prüfen

Dpa
Potsdam
Sie geben Orientierung im Evangelischen Krankenhaus (v.l.) Andreas Hoppe, Elli Fitzner, Gertrud Wessel-Terharn und Pastorin Anke Fasse.

EVANGELISCHES KRANKENHAUS IN OLDENBURG Sie geben Orientierung und Sicherheit im Krankenhaus-Dschungel

Anja Biewald
Oldenburg
Kommentar
Oliver Braun

ZUR ABSAGE DES DEMOKRATIEFESTES IN SCHORTENS Ideologiebefreit Probleme lösen

Oliver Braun
Verfolgt seinen Plan: Oldenburgs Cheftrainer Pedro Calles (links) spricht mit Deane Williams.

VOR AUSWÄRTSSPIEL IN ULM Baskets-Coach Pedro Calles blendet Rennen um Platz acht aus

Niklas Benter
Oldenburg